Merz und Modi bekrÀftigen strategische Partnerschaft und drÀngen auf EU-Indien-Deal
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 13:44 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBundeskanzler Friedrich Merz hat am Donnerstag mit dem indischen Premierminister Narendra Modi telefoniert. In dem GesprÀch bekrÀftigten beide nach Angaben der Bundesregierung die bestehende strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Indien.
Strategische Partnerschaft im Fokus
Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius tauschten sich Merz und Modi ĂŒber regionale sowie internationale Themen aus. Die strategische Partnerschaft umfasst seit Jahren eine enge Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, politischen und technologischen Fragen, die nun erneut hervorgehoben wurde.
Im Mittelpunkt des Telefonats standen auch sicherheitspolitische Aspekte. Merz und Modi berieten demnach ĂŒber Fragen der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit, die unter anderem StabilitĂ€t in Asien und den Umgang mit globalen Krisen berĂŒhren kann.
Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien
Ein weiterer Schwerpunkt des GesprĂ€chs war das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EuropĂ€ischen Union und Indien. Beide Regierungschefs sprachen sich dafĂŒr aus, das Abkommen zĂŒgig zu unterzeichnen. Ziel eines solchen Abkommens ist es, Handelshemmnisse abzubauen und den wirtschaftlichen Austausch zwischen der EU und Indien zu erleichtern.
Das Telefonat reiht sich in die BemĂŒhungen ein, die wirtschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen und zugleich die sicherheitspolitische Zusammenarbeit auszubauen. Deutschland und Indien betonen damit ihren Anspruch, die bilateralen Beziehungen auf eine breitere und verbindlichere Grundlage zu stellen.
Das Telefonat zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem indischen Premierminister Narendra Modi unterstreicht den Stellenwert der Beziehungen zwischen Deutschland und Indien. Beide Staaten sehen sich seit Jahren als wichtige Partner in Fragen der Wirtschaft, Sicherheit und Technologie. Die erneute BestĂ€tigung der strategischen Partnerschaft fĂŒgt sich in eine Entwicklung, in der Deutschland Indien als zentralen Akteur in Asien und als SchlĂŒsselstaat fĂŒr die Diversifizierung seiner Lieferketten betrachtet.
Mit Blick auf das Freihandelsabkommen zwischen der EuropĂ€ischen Union und Indien geht es um mehr als Zölle: Im Raum stehen Vereinbarungen ĂŒber Marktzugang fĂŒr Industrie- und Agrarprodukte, ĂŒber den Schutz geistigen Eigentums, digitale Dienste sowie Umwelt- und Sozialstandards. FĂŒr exportorientierte deutsche Branchen â von Maschinenbau ĂŒber Chemie bis zur Autoindustrie â könnte ein solches Abkommen BĂŒrokratie abbauen und Kosten senken, wĂ€hrend Indien sich bessere ZugĂ€nge zum europĂ€ischen Markt und Impulse fĂŒr Investitionen verspricht.
Geopolitische und sicherheitspolitische Dimension
Die angesprochene sicherheitspolitische Zusammenarbeit umfasst typischerweise Fragen der regionalen StabilitĂ€t in Asien, maritime Sicherheit und den Umgang mit globalen Krisen. Indien spielt eine wachsende Rolle in Formaten wie G20 und ist fĂŒr europĂ€ische Staaten ein Partner, um ein Gegengewicht zu anderen GroĂmĂ€chten zu schaffen, ohne auf Konfrontation zu setzen. FĂŒr Deutschland kann eine engere Abstimmung mit Indien helfen, auĂen- und sicherheitspolitische Positionen in Asien breiter abzustĂŒtzen.
Bedeutung fĂŒr BĂŒrger und Unternehmen
FĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Deutschland bleibt ein Telefonat zunĂ€chst ein diplomatischer Vorgang. Langfristig können daraus aber konkrete Folgen entstehen, etwa bessere Rahmenbedingungen fĂŒr Unternehmen, zusĂ€tzliche ArbeitsplĂ€tze durch Investitionen oder neue Kooperationsprojekte in Bereichen wie Digitalisierung, Energiewende und Bildung. Sollte das EU-Indien-Abkommen tatsĂ€chlich zĂŒgig unterzeichnet werden, könnte dies den wirtschaftlichen Austausch zwischen beiden Regionen deutlich erleichtern und den Handlungsspielraum deutscher Politik gegenĂŒber Indien weiter vergröĂern.
