Berlin, Luxemburg

Berlin und Luxemburg werben fĂŒr mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Ukraine

08.01.2024 - 18:02:32

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Montag Luxemburgs Premierminister Luc Frieden zu seinem Antrittsbesuch in Berlin empfangen - neben der Erweiterung der EuropĂ€ischen Union ging es bei dem Treffen auch um die weitere militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine.

Luxemburg wende bereits 16 Prozent seines Verteidigungshaushaltes fĂŒr die Ukraine auf, sagte Frieden im Kanzleramt vor Journalisten. Er versicherte, dass sein Land weiterhin an der Seite Kiews stehe und sich fĂŒr dessen Interessen innerhalb der EuropĂ€ischen Union einsetzen werde. DafĂŒr werde Luxemburg seinen Anteil an der politischen, finanziellen, militĂ€rischen UnterstĂŒtzung leisten.

"Es geht um mehr als nur um einen Teil des Territoriums der Ukraine, es geht um grundlegende Prinzipien", so Frieden. Auch der Bundeskanzler versicherte Kiew erneut die anhaltende UnterstĂŒtzung der Bundesrepublik: "Der russische PrĂ€sident scheint wild entschlossen, seinen völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine mit unverminderter HĂ€rte fortsetzen zu wollen", sagte Scholz. "Deswegen werden wir unsere UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine ebenfalls unvermindert fortsetzen." DafĂŒr befĂ€nde man sich im permanenten Austausch mit der Industrie, um zu besprechen, wie schneller geliefert werden könne. Scholz appellierte an die VerbĂŒndeten der Ukraine, ihre Anstrengungen zur UnterstĂŒtzung Kiews ebenfalls zu verstĂ€rken. "Die bisher von der Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten geplanten Waffenlieferungen fĂŒr die Ukraine sind jedenfalls zu gering", so der Kanzler. "SpĂ€testens bis zum EuropĂ€ischen Rat am 1. Februar brauchen wir einen möglichst prĂ€zisen Überblick, welchen konkreten Beitrag unsere europĂ€ischen Partner zur UnterstĂŒtzung der Ukraine in diesem Jahr leisten werden." Was bisher geliefert werde sei zu wenig.

@ dts-nachrichtenagentur.de