Scholz, Fritze

Scholz: Fritze Merz erzĂ€hlt gern TĂŒnkram

16.12.2024 - 23:00:49

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist nach dem verloren Vertrauensvotum im Bundestag auf Konfrontationskurs mit CDU-Chef Friedrich Merz gegangen.

Angesprochen auf eine Anekdote, die Merz vor der Vertrauensfrage im Bundestag geteilt hatte, sagte Scholz am Montagabend im ZDF-"Heute-Journal": "Fritze Merz erzĂ€hlt gern TĂŒnkram." Merz hatte im Bundestag eine Geschichte erzĂ€hlt, wonach Scholz bei einer Sitzung im EuropĂ€ischen Rat nur dabei gesessen und nichts gesagt und auf Nachfrage eines anderen Kollegen mit "Nö, du hast doch auch nichts gesagt" reagiert habe. Der Kanzler sagte dem ZDF weiter: "Das wird ja nicht die einzige Sache sein, wo er sich so verhĂ€lt. Er hat es schon oft gezeigt und wird auch im Wahlkampf zeigen. Die BĂŒrger werden sich ihren Reim darauf machen." Aus der CDU folgte daraufhin umgehend harsche Kritik: "Bei allem VerstĂ€ndnis fĂŒr Scholzschen Frust am Tag seines Scheiterns: Den Namen des Wettbewerbers ins LĂ€cherliche zu ziehen, ist inakzeptabel", schrieb Ex-CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet auf "X" (ehemals Twitter).

"Der OppositionsfĂŒhrer ist fĂŒr den Kanzler nicht der `Fritze`. Das zerstört jeden Respekt unter Demokraten", so Laschet. Scholz hielt sich zudem bedeckt ĂŒber mögliche Koalitionspartner nach der Bundestagswahl. Gefragt nach einer Zusammenarbeit mit dem BSW sagte er jedoch: Der "Grundkonsens" ĂŒber die transatlantische Partnerschaft, die EU und die Zusammenarbeit mit der Nato mĂŒsse erhalten bleiben. "Wer nach Russland schielt, der kann nicht an einer Regierung beteiligt sein."

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