Scholz rÀumt Fehler ein - aber denkt nicht ans Aufhören
24.01.2024 - 13:43:43Auf die Frage, ob dies eine Form der Selbstkritik sei, antwortet Scholz: "Ja." Und weiter: "Leider ist es zu selten gelungen, wichtige BeschlĂŒsse ohne langwierige öffentliche Auseinandersetzungen zu treffen. Das mĂŒssen wir uns ankreiden lassen, und darauf hĂ€tte ich gut verzichten können", so der Kanzler. Die Stimmung im Land nehme er als "unruhig" wahr. Viele BĂŒrger seien unsicher, ob "das alles gut ausgeht fĂŒr sie - ob wir das hinkriegen mit dieser wohl gröĂten industriellen Modernisierung seit mehr als 100 Jahren. Das ist eine Reise, deren Ende noch nicht abzusehen ist." Das wolle er "offen und ehrlich aussprechen", so der Kanzler. Bislang hatte Scholz sich in der Ăffentlichkeit meist gewiss gegeben, dass er mit seiner Politik Recht behalten werde. Zu den Erfolgen der AfD sagt der Kanzler: "Der Geist ist aus der Flasche." Dies zurĂŒckzudrĂ€ngen werde "schwer, wenn es um die geht, die rechte Gesinnungen haben." Die anderen mĂŒsse man ĂŒberzeugen, "indem wir eine Politik machen, die unser Land auf den richtigen Weg fĂŒhrt und die Probleme angeht." Scholz wies GerĂŒchte zurĂŒck, denen zufolge in der SPD unter seiner Beteiligung ĂŒber eine Vertrauensfrage oder einen Kanzlerwechsel nachgedacht worden sei. Dies sei "ein MĂ€rchen". Auf die Frage, ob er in der letzten Zeit erwogen habe, aufzuhören, sagte der Kanzler: "Nein."


