Ăzdemir und DLG-PrĂ€sident wollen BĂŒrokratie fĂŒr Landwirte abbauen
20.02.2024 - 20:08:47 | dpa.de"Was Sie wollen und ich schaffen möchte, sind Planungssicherheit und VerlĂ€sslichkeit, weniger unnötige BĂŒrokratie und mehr Gestaltungsmöglichkeiten", sagte Ăzdemir am Dienstag beim Besuch der nicht öffentlichen DLG-Mitgliederversammlung in Leipzig laut Redemanuskript.
Völlig ohne bĂŒrokratische Regelungen und Nachweispflichten werde es allerdings nicht gehen. Es mĂŒsse aber "gelingen, dass die Arbeit im BĂŒro einfach unbĂŒrokratischer wird, damit mehr Zeit fĂŒr die Arbeit auf dem Feld und im Stall bleibt". Zudem merkte Ăzdemir an, dass die ĂŒber die Jahre gewachsene BĂŒrokratie nicht allein der jetzigen Bundesregierung zu verschulden sei.
Zusammen mit den LĂ€ndern wolle der Bund die BĂŒrokratielasten fĂŒr Landwirtinnen und Landwirte nun senken, sagte der Minister. Er habe die LĂ€nder gebeten, im Februar konkrete VorschlĂ€ge fĂŒr weniger BĂŒrokratie vorzulegen. Denn stĂ€ndig auf die nĂ€chsthöhere Ebene zu verweisen, sei seiner Meinung nach keine Lösung.
Paetow wies darauf hin, dass ein unreflektiertes BĂŒrokratie-Bashing nicht der Ansatz der DLG sei. BĂŒrokratie und Kontrollen seien grundsĂ€tzlich der "Preis fĂŒr die Gerechtigkeit in einem demokratischen Staatswesen", sagte der DLG-PrĂ€sident. "Wenn wir BĂŒrokratieabbau fordern, mĂŒssen wir darauf achten, dass damit nicht auch Gerechtigkeit abgebaut wird."
Um Verwaltungsprozesse neu zu strukturieren und Doppelt- und Dreifachdokumentationen abzubauen, forderte Paetow eine vernĂŒnftige Neuorganisation von Prozessen in der Verwaltung. Ein konkreter Vorschlag könne etwa die Umstellung auf Cloud-basierte, digitale Systeme in einem idealerweise bundeseinheitlichen Portal sein.
