Steinmeier wĂŒrdigt Macron - Preisverleihung in MĂŒnster
28.05.2024 - 14:01:25BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat Frankreichs PrĂ€sidenten Emmanuel Macron als Motor der europĂ€ischen Entwicklung und der deutsch-französischen Freundschaft gewĂŒrdigt. «Du bist nicht nur ein Macher, Du bist ein Mutmacher. Wo andere von Grenzen sprechen, da redest Du von Horizonten», sagte Steinmeier in MĂŒnster. Dort wurde Macron der Internationale Preis des WestfĂ€lischen Friedens verliehen. «Europa lieben, das ist einfach. Das tun viele. Aber fĂŒr Dich heiĂt Europa lieben stets auch: fĂŒr Europa handeln.»
«Dass Frankreich und Deutschland sich heute so nah sind, liegt nicht zuletzt - davon bin ich ĂŒberzeugt - an Menschen wie Dir. Du bist immer bereit, auf Deutschland zuzugehen, eröffnest die Diskussion, versuchst uns auch hier und da aus der Reserve zu locken», sagte Steinmeier an die Adresse von Macron.
Er selbst habe in den gemeinsamen GesprĂ€chen viel ĂŒber Frankreich, aber auch manches ĂŒber Deutschland gelernt. «Du hast so viel fĂŒr unsere Freundschaft getan, dafĂŒr, dass wir gemeinsam voranschreiten. Viele DurchbrĂŒche in Europa wĂ€ren anders gar nicht möglich gewesen.»
Steinmeier nannte Macron einen leidenschaftlichen EuropĂ€er. «Immer hast Du das gemeinsame Ziel vor Augen und kĂ€mpfst dafĂŒr: Europas SouverĂ€nitĂ€t, aber auch seine WettbewerbsfĂ€higkeit zu stĂ€rken und auszubauen.» Macron gebe Impuls und öffne den Blick fĂŒr das groĂe Ganze. «Dabei stellst Du auch BewĂ€hrtes infrage. Denkverbote sind Dir fremd.»
Gemeinsame europÀische Sicherheitspolitik
Der BundesprĂ€sident wies insbesondere auf Macrons PlĂ€doyer fĂŒr eine gemeinsame europĂ€ische Sicherheitspolitik, eine gemeinsame europĂ€ische Verteidigung und auch ein gemeinsames Handeln bei der inneren Sicherheit hin. Er habe die europĂ€ische SouverĂ€nitĂ€t schon lange vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 beschworen. «Ein Europa, das seine Interessen offensiv und eigenstĂ€ndig vertritt - und das politisch, technologisch und militĂ€risch.»
Steinmeier nannte es ein weit verbreitetes MissverstÀndnis, wenn kritisiert werde, dass sich die EuropÀer wieder einmal nicht einig seien. «Der zivilisatorische Fortschritt der EuropÀischen Union liegt genau darin, dass sie uns den Rahmen gibt, in dem wir trotz unterschiedlicher Geschichte und trotz unterschiedlicher Interessen friedlich Ausgleich schaffen können und immer wieder finden.»









