BundesprÀsidentin: Frei erwartet Frau als Nachfolgerin 2027
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 08:15 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBundesversammlung entscheidet im Januar
- Die Bundesversammlung tritt am 30. Januar zusammen.
- Frei lehnt einen Anspruch der CDU auf das Amt ab.
- Die Parteivorsitzenden sollen einen mehrheitsfÀhigen Vorschlag vorlegen.
Thorsten Frei erwartet Frau als Nachfolgerin Steinmeiers
Unionsfraktionschef Thorsten Frei rechnet damit, dass die nÀchste BundesprÀsidentin eine Frau wird. Eine schnelle Festlegung lehnt der CDU-Politiker ab, weil die Bundesversammlung erst am 30. Januar zusammentritt.
Frei nennt mehrere mögliche Kandidatinnen
Im GesprĂ€ch ĂŒber eine mögliche Kandidatur der hessischen CDU-Fraktionschefin Ines Claus wollte sich Frei nicht an Spekulationen beteiligen. Er sagte, es gebe mehrere gute Kandidatinnen, ĂŒber die derzeit gesprochen werde.
Die Entscheidung sollten die Parteivorsitzenden zur richtigen Zeit treffen. AnschlieĂend mĂŒssten sie mit der SPD und weiteren politischen KrĂ€ften ĂŒber eine möglichst breite Mehrheit beraten.
Kein Anspruch der Union auf das Amt
Einen grundsĂ€tzlichen Anspruch seiner Partei auf das BundesprĂ€sidentenamt erhob Frei nicht. MaĂgeblich sei vielmehr, die bestmögliche Kandidatin fĂŒr die herausfordernde Aufgabe zu finden.
Mit Blick auf die kommenden Jahre erwartet der CDU-Politiker schwierige Bedingungen fĂŒr die Gesellschaft. Dadurch könne die Rolle des BundesprĂ€sidenten an Bedeutung gewinnen.
Die Nachfolge von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier ist politisch bereits deutlich vor dem Wahltermin in den Mittelpunkt gerĂŒckt. Die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 zusammentreten und den nĂ€chsten BundesprĂ€sidenten oder die nĂ€chste BundesprĂ€sidentin wĂ€hlen.
In der Union werden mehrere Frauen als mögliche Kandidatinnen genannt. Dazu gehören neben der hessischen CDU-Fraktionschefin Ines Claus auch BundestagsprĂ€sidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien und die frĂŒhere CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Aus Bayern wird zudem LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner als mögliche gemeinsame Kandidatin der Regierungsparteien ins GesprĂ€ch gebracht.
Entscheidung zwischen Union und SPD
Eine Mehrheit in der Bundesversammlung erfordert traditionell parteiĂŒbergreifende VerstĂ€ndigung. Frei betont deshalb nicht nur die Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit, sondern auch GesprĂ€che mit der SPD und weiteren politischen KrĂ€ften.
FĂŒr die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ist die Personalie relevant, weil das BundesprĂ€sidentenamt ĂŒber die formale Funktion hinaus politische Orientierung geben kann. In gesellschaftlich angespannten Zeiten gehören öffentliche Ansprachen, die ReprĂ€sentation Deutschlands und die Vermittlung zwischen politischen Lagern zu den besonders beachteten Aufgaben des Staatsoberhaupts.
Mehrere Namen im GesprÀch
Die Debatte befindet sich noch in einer frĂŒhen Phase. Freis Verzicht auf eine Festlegung hĂ€lt den Kreis möglicher Kandidatinnen offen und lĂ€sst den Parteivorsitzenden Spielraum fĂŒr GesprĂ€che. Zugleich zeigt die Diskussion, dass Geschlechtergerechtigkeit und parteiĂŒbergreifende Akzeptanz bei der Auswahl eine wichtige Rolle spielen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Focus: âNouripour 'sehr irritiert' ĂŒber Namen Clausâ (28.10.2026)
Der Beitrag ordnet die Debatte ĂŒber Ines Claus ĂŒber die Reaktion des GrĂŒnen-Politikers Omid Nouripour ein. Damit bestĂ€tigt er, dass Claus als mögliche Nachfolgerin Steinmeiers diskutiert wird, setzt den Schwerpunkt aber auf die Kritik an diesem frĂŒhen Namedropping.
BR24: âSteinmeier-Nachfolge: CDU-Vize Claus macht Aigner Konkurrenzâ (28.10.2026)
Der Bericht stellt Claus und Ilse Aigner als konkurrierende Namen aus dem Unionslager gegenĂŒber. Er bestĂ€tigt Freis ZurĂŒckhaltung bei einer Festlegung und macht zugleich deutlich, dass die Union mehrere Personaloptionen prĂŒft.
Gemeinsam ist beiden BeitrÀgen die EinschÀtzung, dass die Nachfolgefrage offen ist. Unterschiede ergeben sich beim Schwerpunkt: WÀhrend der eine Artikel die politische Reaktion auf Claus hervorhebt, konzentriert sich der andere auf das Duell möglicher Unionskandidatinnen.
