Friedrich Merz, BundesprÀsidentin

BundesprÀsidentin: Merz berÀt Sonntag mit CDU-PrÀsidium

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 16:30 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Friedrich Merz will mit den CDU-Spitzengremien ĂŒber eine weibliche Nachfolge fĂŒr das BundesprĂ€sidentenamt beraten. Die CSU hĂ€lt zugleich an Ilse Aigner als Favoritin fest.

Union plant nÀchste Personalberatungen

  • Friedrich Merz lĂ€dt das CDU-PrĂ€sidium fĂŒr Sonntag um 20 Uhr ins Konrad-Adenauer-Haus ein.
  • Am Montag folgen eine weitere PrĂ€sidiumssitzung und der CDU-Bundesvorstand.
  • Die CSU unterstĂŒtzt weiterhin die bayerische LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner.
BundesprÀsidialamt (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

CDU-Spitze berĂ€t ĂŒber Nachfolge im BundesprĂ€sidentenamt

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz will am Sonntagabend mit dem PrĂ€sidium seiner Partei ĂŒber die kĂŒnftige BundesprĂ€sidentin beraten. Dazu hat er das CDU-PrĂ€sidium fĂŒr 20 Uhr zu einem Abendessen im Konrad-Adenauer-Haus eingeladen.

Weitere Sitzung am Montag geplant

Mehrere Mitglieder bestĂ€tigten die Einladung. Am Montag soll das PrĂ€sidium erneut zusammenkommen; anschließend ist eine Sitzung des CDU-Bundesvorstands zur Frage der BundesprĂ€sidentin vorgesehen.

Merz legt sich auf Kandidatin der Mitte fest

Merz hatte sich bei einer Konferenz der CDU-Kreisvorsitzenden fĂŒr eine Kandidatin der politischen Mitte ausgesprochen. Einen Namen nannte er nicht.

CSU unterstĂŒtzt Ilse Aigner

Die CSU favorisiert weiterhin die bayerische LandtagsprĂ€sidentin Ilse Aigner. Aus Unionskreisen hieß es, Merz könne auf diesen Vorschlag einschwenken, falls es innerhalb der CDU Bewegung zugunsten Aigners gebe.

Die Nachfolge im BundesprÀsidentenamt gewinnt an politischem Gewicht, weil Frank-Walter Steinmeiers Amtszeit im Jahr 2027 endet. Mit der Festlegung auf eine Frau hat Friedrich Merz den Kreis möglicher Bewerberinnen politisch eingegrenzt, ohne sich bereits auf eine konkrete Person festzulegen.

Die Union muss dabei unterschiedliche Interessen zusammenfĂŒhren. Die CSU unterstĂŒtzt Ilse Aigner, die als PrĂ€sidentin des Bayerischen Landtags ĂŒber ein hohes staatspolitisches Profil verfĂŒgt. Zugleich sucht die CDU nach einer Kandidatin, die innerhalb der eigenen Partei und ĂŒber das Unionslager hinaus Zustimmung finden kann.

Entscheidung in mehreren Schritten

Das geplante Abendessen des CDU-PrĂ€sidiums am Sonntag und die weiteren Beratungen am Montag zeigen, dass Merz zunĂ€chst innerparteiliche Geschlossenheit herstellen will. Danach dĂŒrfte die Abstimmung mit dem CDU-Bundesvorstand und der CSU entscheidend dafĂŒr sein, ob die Union eine gemeinsame Personalentscheidung trifft.

FĂŒr die Wahl ist anschließend die Bundesversammlung zustĂ€ndig. Sie setzt sich aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleichen Zahl von Delegierten der LĂ€nder zusammen. Eine unionsinterne VerstĂ€ndigung ist deshalb politisch besonders relevant, weil eine Kandidatin fĂŒr das höchste Staatsamt breite UnterstĂŒtzung ĂŒber die Parteigrenzen hinweg benötigt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDFheute: „Steinmeier-Nachfolge: Merz spricht sich fĂŒr Frau aus“ (02.11.2026)

Der Beitrag bestĂ€tigt Merz’ Festlegung auf eine Frau als Nachfolgerin Steinmeiers. Im Mittelpunkt steht die grundsĂ€tzliche politische Vorgabe, wĂ€hrend die konkrete Kandidatin offenbleibt.

Frankfurter Rundschau: „Zoff in der Union: Schnappt Söders Favoritin der CDU das höchste Staatsamt weg?“ (03.11.2026)

Die Frankfurter Rundschau rĂŒckt den möglichen Konflikt zwischen CDU und CSU sowie Ilse Aigners Rolle in den Vordergrund. Damit ergĂ€nzt der Artikel die Nachricht um die parteiinternen Interessen, ohne eine Entscheidung ĂŒber die Personalie vorwegzunehmen.

Übereinstimmend steht die Suche nach einer BundesprĂ€sidentin im Zentrum. Unterschiede ergeben sich beim Schwerpunkt: WĂ€hrend ZDFheute die Festlegung auf eine Frau betont, konzentriert sich die Frankfurter Rundschau stĂ€rker auf das Ringen um Aigner und die innerunionale Abstimmung.

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