Motorrad

Bundesrat startet Initiative fĂŒr ein Fahrverbot von MotorrĂ€dern an Sonn- und Feiertagen

01.07.2020 - 16:54:20 | ad-hoc-news.de

Bundesregierung spricht sich gegen Bundesratsbeschluss zu Fahrverboten fĂŒr MotorrĂ€der aus.

Motorrad - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Die vom Bundesrat geforderte Möglichkeit von Fahrverboten fĂŒr MotorrĂ€der an Sonn- und Feiertagen trifft auf den Widerstand des Bundesverkehrsministeriums. Der StaatsekretĂ€r des Verkehrsministeriums, Steffen Bilger (CDU), verwies in seiner Antwort auf eine Anfrage der FDP, ĂŒber welche die RTL/n-tv-Redaktion berichtet, auf die aktuell existierenden Regelungen, wonach die BundeslĂ€nder Sanktionen fĂŒr Motorradfahrer fĂŒr bestimmte Straßenabschnitte aussprechen können. Diese BeschrĂ€nkungen des Motorradverkehrs sind auf der Basis von LĂ€rm- und Emissionsschutz rechtmĂ€ĂŸig. Als Richtlinie dienen dabei unter anderem die LĂ€rmschutz-Richtlinien mit ihren Grenzwerten.
Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung eine LĂ€rmschutznovelle gefordert, die eine Zulassung von MotorrĂ€dern nur noch dann erlaubt, wenn die LĂ€rmentwicklung 80 Dezibel nicht ĂŒberschreitet. Dieser Grenzwert soll auch fĂŒr den Bereich der maximalen Geschwindigkeit gelten. Das Verkehrsministerium bewertet diesen Grenzwert als nicht umsetzbar, ohne auch die Leistung der MotorrĂ€der zu begrenzen. Der StaatssekretĂ€r bezieht sich in seiner Ablehnung zudem auf internationale Regelungen. Derzeit ist auf der Basis des EU-Rechts und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen fĂŒr Europa ein derartiger nationaler Alleingang nicht umsetzbar, betont Bilger. Die weiteren BeschrĂ€nkungen des Motorradverkehrs durch eine Halterhaftung und ein verpflichtendes Fahrtenbuch, werden von der Bundesregierung ebenso abgelehnt.
Der Verkehrsexperte der FDP, Otto Liksic, reagiert auf die Antwort des Verkehrsministeriums gegenĂŒber der RTL/n-tv-Redaktion mit unverhohlener Kritik. Das Verkehrsministerium versucht, sich einer eindeutigen Antwort mit dem Verweis auf die Regelungshoheit der LĂ€nder zu entziehen. Die Äußerungen zu den vom Bundesrat geforderten LĂ€rmobergrenzen vermeiden ebenfalls eine Festlegung. Die FDP positioniert sich als Verfechter der freien Fahrt fĂŒr freie BĂŒrger und lehnt jede Regulierung von Seiten des Staates ab. Motorradfahren gilt fĂŒr viele Menschen als Teil ihres Lebensstils. Sanktionen werden von der FDP deswegen entschieden abgelehnt. Allerdings erkennt der Verkehrsexperte der FDP auch das SchutzbedĂŒrfnis der Anwohner vielbefahrener Straßen an. Motorradfahren ist eine Seite, die demonstrative Überschreitung aller Grenzen durch frisierte MotorrĂ€der die andere. Ein derartig rĂŒcksichtsloses Verhalten ist durch den Verweis auf persönliche Freiheiten nicht gedeckt, warnt der FDP-Politiker und fordert ein entschiedenes Vorgehen der Polizei gegen offensichtliche Motorradrowdies. Die geltenden gesetzlichen Regelungen sind fĂŒr eine Verfolgung dieser VerkehrsgefĂ€hrdungen und AnwohnerbelĂ€stigungen aber völlig ausreichend, befindet Liksic im RTL/n-tv-Interview.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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