Habeck, Wasserstoffhochlauf

Habeck will Wasserstoffhochlauf PrioritÀt einrÀumen

12.04.2024 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) will dem Wasserstoffausbau bei Genehmigungsprozessen ein "ĂŒberragendes öffentliches Interesse" einrĂ€umen.

Wasserstoff-BehĂ€lter (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Wasserstoff-BehĂ€lter (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus dem Entwurf fĂŒr das sogenannte "Wasserstoffbeschleunigungsgesetz" hervor, fĂŒr das Habecks Haus am Donnerstag die interne Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung eingeleitet hat und ĂŒber das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) berichten. Mit diesem Schritt soll es Behörden unter anderem ermöglicht werden, den Wasserstoffhochlauf wegen der Bedeutung fĂŒr die Klimaziele höher zu werten als beispielsweise den Denkmalschutz. Das "besondere öffentliche Interesse" gilt demnach in erster Linie fĂŒr Wasserstoffspeicher und sogenannte Elektrolyseure, also Anlagen, die Wasserstoff mittels Strom aus erneuerbaren Energien produzieren.

Weiteren Anlagen wie Import- oder Aufspaltungsanlagen fĂŒr Wasserstoff soll das ĂŒberragende öffentliche Interesse zunĂ€chst nur bis 2035 eingerĂ€umt werden. Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Wasserstoff soll dabei - insbesondere fĂŒr die Dekarbonisierung der Industrie - ein wichtiger Baustein sein. Schon in sechs Jahren soll die ErzeugungskapazitĂ€t im Inland bei zehn Gigawatt liegen, was voraussichtlich reicht, um 30 bis 50 Prozent des deutschen Wasserstoffbedarfs zu decken. Der Rest soll importiert werden. Die deutsche Wirtschaft soll dafĂŒr Investitionen in Anlagen, die Wasserstoff erzeugen und speichern können, "zĂŒgig und rechtssicher tĂ€tigen können und damit auch weltweit ihre Technologie-FĂŒhrerschaft in der Wasserstoffwirtschaft ausbauen", hieß es aus Ministeriumskreisen. Das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz sieht dafĂŒr insbesondere vor, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, zu digitalisieren und regulatorische Anforderungen zu verringern. Man setze dabei auf Instrumente, die sich bereits bei der Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien bewĂ€hrt hĂ€tten. Konkret sollen zum Beispiel reine Online-Zulassungsverfahren ermöglicht werden, auch ein vorzeitiger Baubeginn soll erleichtert werden. Eine UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung fĂŒr kleinere Anlagen bis fĂŒnf Megawatt Leistung soll gĂ€nzlich entfallen. Vorausgegangen waren dazu GesprĂ€che mit den BundeslĂ€ndern zu möglichen Umweltauswirkungen. Dem Gesetz mĂŒssen die LĂ€nder im Bundesrat noch zustimmen.

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