Habeck wirbt fĂŒr die WĂ€rmepumpe
12.08.2024 - 20:32:09"Solange ich Minister bin, werden wir die Förderung stabil halten", sagte Habeck bei einem Besuch des WĂ€rmepumpen-Herstellers Stiebel Eltron im niedersĂ€chsischen Holzminden. "Warten lohnt sich nicht. Jetzt ist der Moment, wenn man eine alte Gas- oder Ălheizung ersetzen will." Die CDU/CSU habe angekĂŒndigt, die Förderung wieder zurĂŒckzunehmen. "Man weiĂ ja nicht, wie Wahlen ausgehen."
Habeck: WÀrmepumpe steigert Wert von GebÀuden
Mit dem zu Jahresbeginn in Kraft getretenen GebĂ€udeenergiegesetz kann der Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung mit maximal 70 Prozent gefördert werden. Neben einer Grundförderung gibt es einen Speed-Bonus und einen Einkommensbonus. Die maximal förderfĂ€higen Investitionskosten liegen bei 30 000 Euro fĂŒr ein Einfamilienhaus. "Die WĂ€rmepumpe sorgt dafĂŒr, dass der Wert von GebĂ€uden zunimmt. Eine WĂ€rmepumpe spart Geld", warb Habeck. Er reist noch bis Mittwoch durch Norddeutschland und absolviert Termine rund um die WĂ€rmepumpe.
Der Absatz von WĂ€rmepumpen ist in diesem Jahr allerdings eingebrochen im Vergleich zum Vorjahr. Stiebel Eltron, ein deutscher Hersteller, der sich seit Jahrzehnten auf die WĂ€rmepumpe spezialisiert hat, leidet darunter wie die Branche insgesamt. Habeck fĂŒhrte den RĂŒckgang unter anderem auf die wegen hoher Zinsen schleppende Baukonjunktur zurĂŒck sowie auf den wegen hoher Inflation schwachen Konsum. Zudem wĂŒrden klimafreundlichere Technologien im Heizungsbereich spĂ€ter verpflichtend als ursprĂŒnglich mit dem neuen Heizungsgesetz geplant.
Stiebel stellt sich auf Stellenabbau ein
Der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Stiebel rĂ€umte ein, sein Unternehmen werde um "eine PersonalmaĂnahme jetzt auch nicht herumkommen". Zugleich wies er einen Bericht des "Handelsblatts" zurĂŒck, wonach um die 1000 Mitarbeiter betroffen sein könnten. "Ja, wir mĂŒssen Personal abbauen, aber nicht in dieser GröĂenordnung." Seit MĂ€rz ist ein Teil der Belegschaft in Kurzarbeit. Stiebel Eltron hat an seinen deutschen Standorten nach Angaben eines Unternehmenssprechers ungefĂ€hr 2600 bis 2700 Mitarbeiter und weltweit ungefĂ€hr 5500.
Habeck sprach bei seinem Besuch auch etwa 25 Vertreter von IG Metall und Betriebsrat, die sich versammelt hatten. Sie forderten unter anderem eine berechenbarere Politik und Entlastungen fĂŒr energieintensive Unternehmen.

