CDU will mit Ampel-Parteien Asylschutz im Grundgesetz beschneiden
02.06.2023 - 18:56:10 | dts-nachrichtenagentur.de"Wir brauchen einen ĂŒberparteilichen Konsens", sagte Czaja am Freitag dem TV-Sender "Welt". Wie die Zeitenwende sollte das Asyl-Thema "in einem breiteren BĂŒndnis im Deutschen Bundestag beraten werden", so dass man "dafĂŒr Mehrheiten hat, die bei zwei Drittel liegen und damit Opposition und Regierung zu einem gemeinsamen Handeln kommen".
Czaja weiter: "Und wenn GrundgesetzĂ€nderungen an dieser Stelle unseres Asylrechts erforderlich sind, dann sollte man sie miteinander angehen." 1.000 FlĂŒchtlinge am Tag, 30.000 pro Monat und ĂŒber 100.000 in den ersten dreieinhalb Monaten vertrage die Infrastruktur Deutschlands nicht. "Damit kann der Zusammenhalt in unserem Land nicht gewĂ€hrleistet werden." Der CDU-Politiker bezeichnete es als vorstellbar, dass nicht nur die Asylverfahren an die europĂ€ischen AuĂengrenzen verlegt werden, wie das viele andere LĂ€nder um uns herum vorschlĂŒgen, sondern dass "die humanitĂ€r vernĂŒnftige Unterbringung von Menschen, die temporĂ€r Schutz brauchen, auch an den europĂ€ischen AuĂengrenzen erfolgt". Wenn dafĂŒr rechtliche Ănderungen notwendig seien, sollte man sie gemeinsam angehen, sagte Czaja. Anspruch der CDU sei es, "dass wir denjenigen Schutz bieten, die ihn brauchen". Pauschale Asylverfahren an den EU-AuĂengrenzen sind bislang rechtlich heikel: 2017 hatte das Bundesverfassungsgericht eine Abschiebung eines FlĂŒchtlings, dem in Griechenland internationaler Schutz zuerkannt worden war, dorthin als unzulĂ€ssig eingestuft, weil im Einzelfall nicht auszuschlieĂen war, dass er dort nicht unmenschlich oder erniedrigend behandelt wird.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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