Merz verlangt bessere Ukraine-Koordinierung der EuropÀer
09.12.2024 - 20:02:03Selenskyj begrĂŒĂe den Vorschlag einer europĂ€ischen Kontaktgruppe, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine. Diese könnten nicht von einzelnen Mitgliedstaaten der EU oder aus der Nato heraus geleistet werden. "Die Ukraine hat eine Perspektive, Mitglied der EuropĂ€ischen Union zu werden", sagte der CDU-Chef und fĂŒgte hinzu: "Der Weg in die Nato ist unumkehrbar." Er halte jedoch nichts von der Diskussion, jetzt deutsche Soldaten fĂŒr diesen Zweck in die Ukraine zu schicken, hob Merz hervor. ZunĂ€chst gehe es um das Ende des Krieges und die kĂŒnftigen Perspektiven fĂŒr die Ukraine. "Wenn die EuropĂ€er eine gemeinsame Haltung haben zu dieser Frage, dann können sie auch mit der amerikanischen Regierung darĂŒber sprechen, wie man möglicherweise gemeinsam vorgeht." Der Kanzlerkandidat forderte auĂerdem, die Reichweitenbegrenzung der bislang aus Deutschland gelieferten Waffen aufheben. Man mĂŒsse der Ukraine die Möglichkeit geben, "kurz hinter der ukrainisch-russischen Grenze militĂ€rische Ziele zu bekĂ€mpfen, die die zivilen Ziele in der Ukraine angreifen". Die Ukraine mĂŒsse in die Lage versetzt werden, Russland dazu zu bewegen den Krieg aufzugeben. Derzeit sei sie es aber nicht, so Merz: "Nur aus StĂ€rke heraus wird ein Krieg beendet, aus SchwĂ€che dauert er lĂ€nger." FĂŒr die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern gebe es schon jetzt eine Mehrheit im Bundestag, sagte Merz. Zum Sturz des Assad-Regimes sagte Merz in den "Tagesthemen", hier zeige sich die SchwĂ€che Russlands. Das Wichtigste sei nun, "dass wir Kontakt aufnehmen mit der TĂŒrkei und die Lage dort gemeinsam analysieren und dann auch gemeinsame Schlussfolgerungen daraus ziehen, bis hin zu den FlĂŒchtlingsfragen, von denen die TĂŒrkei mindestens genauso stark betroffen ist wie wir".


