Cristiano Ronaldo beendet nach 23 Jahren Portugals Laufbahn
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 14:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSPortugals Rekordhalter verabschiedet sich
- Ronaldo bestritt 234 Länderspiele für Portugal und erzielte dabei 146 Tore.
- Der 41-Jährige gewann mit Portugal die EM 2016 sowie die Nations League 2019 und 2025.
- Sein letztes WM-Turnier endete am 6. Juli mit Portugals 0:1 gegen Spanien.
Ronaldo beendet Rekordlaufbahn für Portugal
Cristiano Ronaldo beendet nach 23 Jahren seine Karriere in der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft. Der 41-Jährige verabschiedete sich mit 234 Länderspielen und 146 Toren, beides sind Weltrekorde.
Abschied mit emotionaler Erklärung
Ronaldo teilte seine Erklärung über Instagram und sagte, der Tag sei gekommen, das Trikot mit der Nummer 7 zurückzugeben. Er habe es nie als ausschließlich sein eigenes empfunden, aber 23 Jahre lang die Verantwortung getragen, es zu verteidigen und in Stadien auf der ganzen Welt zu tragen.
Mitspieler, frühere Teamkollegen und portugiesische Würdenträger reagierten mit Anerkennung. Staatspräsident António José Seguro dankte Ronaldo dafür, Portugal vertreten, die Portugiesen inspiriert und den Namen des Landes in die Welt getragen zu haben.
Konflikt mit Jorge Jesus überschattet Ende
Dem Abschied waren Spannungen mit Nationaltrainer Jorge Jesus vorausgegangen. Ronaldo verließ Ende September das Teamquartier, nachdem er beim Nations-League-Spiel in Norwegen nicht eingesetzt worden war und vier Tage später gegen Dänemark zunächst auf der Bank sitzen sollte.
Seine anschließenden Vorwürfe gegen den Trainer und die Erwartung, Jesus solle öffentlich ein von Ronaldo verfasstes Statement verlesen, verschärften den Konflikt. Verbandspräsident Pedro Proença erklärte nach dem Rücktritt, Ronaldo bleibe für immer Kapitän und die Türen des portugiesischen Fußball-Verbands stünden ihm jederzeit offen.
EM-Titel bleibt größter Erfolg
Ronaldo gewann mit Portugal die Europameisterschaft 2016 sowie die Nations League 2019 und 2025. Bei den Länderspieltoren und Einsätzen liegt er vor seinem langjährigen Rivalen Lionel Messi.
Sechs WM-Teilnahmen teilt Ronaldo mit Messi und dem Mexikaner Guillermo Ochoa. Den Weltmeistertitel gewann er jedoch nie; sein letztes WM-Turnier endete am 6. Juli mit einer 0:1-Niederlage im Achtelfinale gegen Spanien.
Cristiano Ronaldos Rücktritt beendet eine außergewöhnlich lange Nationalmannschaftsphase. Seit seinem Debüt 2003 prägte er Portugals Auswahl über mehrere Generationen hinweg und verband individuelle Rekorde mit den wichtigsten Erfolgen der jüngeren Verbandsgeschichte.
Seine 234 Länderspiele und 146 Tore stehen für eine internationale Karriere, die sich nicht nur an Titeln messen lässt. Portugal gewann mit Ronaldo die Europameisterschaft 2016 sowie die Nations League 2019 und 2025. Zugleich blieb der Weltmeistertitel der große Erfolg, der ihm fehlte.
Ein Einschnitt für Portugal
Sportlich muss die Auswahl nun eine neue Hierarchie entwickeln. Ronaldo war nicht nur Torjäger, sondern auch Kapitän, Identifikationsfigur und Fixpunkt in der öffentlichen Wahrnehmung. Sein Abschied erhöht den Druck auf die nächste Generation, Verantwortung und offensive Aufgaben zu übernehmen.
Der Zeitpunkt fällt zudem mit dem öffentlich ausgetragenen Konflikt mit Trainer Jorge Jesus zusammen. Ronaldos Rücktritt beendet damit nicht nur eine Rekordlaufbahn, sondern auch eine Auseinandersetzung, die sein Vermächtnis am Ende überschattet. Für Portugal beginnt nun die Suche nach einer Mannschaft, deren Identität weniger stark an eine einzelne Persönlichkeit gebunden ist.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Cristiano Ronaldo verlässt Portugals Nationalmannschaft“ (05.11.2026)
Der Beitrag bestätige Ronaldos Abschied nach 23 Jahren und verweise auf die bevorstehenden Nations-League-Spiele Portugals. Anders als die dpa-Meldung rücke er den Zeitpunkt unmittelbar vor der Kaderbekanntgabe sowie die nächsten Partien in den Mittelpunkt.
ZDFheute: „Cristiano Ronaldo tritt aus Nationalmannschaft zurück“ (05.11.2026)
Der Bericht bestätige den Rücktritt, die Rekordwerte von 234 Länderspielen und 146 Toren sowie den Streit mit Jorge Jesus. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf Ronaldos sportliche Stationen und den EM-Titel von 2016; offen bleibe, wie Portugal die sportliche Lücke schließen werde.
Beide Beiträge stimmten beim Rücktritt und seiner historischen Bedeutung überein. Unterschiede gebe es vor allem bei der Gewichtung: Während Euronews den unmittelbaren Spielplan betone, ordne ZDFheute die Karriere und den Konflikt ausführlicher ein.
