Berlin, Rot-Rot-Grün

Berlin: CSU-Generalsekretär Huber warnt vor Rot-Rot-Grün

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

CSU-Generalsekretär Martin Huber lehnt eine mögliche Koalition von Linken, Grünen und SPD in Berlin scharf ab. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen den Umgang der Linken mit Antisemitismusvorwürfen und innerparteilichen Absprachen.

CSU-Generalsekretär warnt vor Rot-Rot-Grün in Berlin
Fernsehturm in Berlin (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Berliner Sondierungen unter Unionsdruck

  • Martin Huber warnt vor einer Fortsetzung der Sondierungsgespräche von Linken, Grünen und SPD in Berlin.
  • Der CSU-Generalsekretär bezeichnet eine Koalition mit der Berliner Linken als „moralische und politische Katastrophe für unser Land“.
  • Huber kritisiert den Umgang mit sogenannten „Clan-Freunden“ und wirft den Linken eine ablehnende Haltung zu Erklärungen gegen Antisemitismus vor.

CSU-Generalsekretär Martin Huber hat vor einer Fortsetzung der Sondierungsgespräche von Linken, Grünen und SPD in Berlin gewarnt. Er begründete dies mit dem Umgang der Berliner Linken mit Antisemitismusvorwürfen und Personen, die trotz getroffener Absprachen in der Fraktion bleiben dürften.

Huber greift Berliner Linke an

„Eine Koalition mit den Berliner Linken wäre eine moralische und politische Katastrophe für unser Land“, sagte Huber der „Rheinischen Post“ für deren Dienstagsausgabe. Er fügte hinzu: „Es ist völlig klar: Es darf diese antisemitisch durchsetzte Clan-Koalition in Berlin nicht geben“.

Wenn sogenannte „Clan-Freunde“ entgegen fester Absprachen weiterhin in der Fraktion bleiben dürften, zeige dies nach Hubers Worten, dass die Linken ihren Sondierungspartnern „bereits jetzt dreist auf der Nase herum“ tanzten.

Kritik an Umgang mit Antisemitismus

Huber beanstandete außerdem, dass Linke empört darauf reagierten, sich klar gegen Antisemitismus erklären zu sollen. Dass sie in diesem Zusammenhang von einer „medialen Hetzkampagne“ sprächen, bezeichnete er als „moralische Bankrotterklärung“.

Linke, Grüne und SPD hatten am Donnerstag in Berlin Sondierungsgespräche über eine mögliche Koalition aufgenommen. Die Gespräche stehen damit bereits zu Beginn unter erheblichem Druck aus der Union.

Die Berliner Sondierungen stehen im Spannungsfeld zwischen einer möglichen Regierungsbildung und innerparteilichen Konflikten über den Umgang mit Antisemitismus sowie Kontakten zu Personen aus dem organisierten Milieu. Linke, Grüne und SPD hatten sich vor Beginn der Gespräche auf gemeinsame Leitlinien verständigt. Dazu gehören eine klare Positionierung gegen Antisemitismus und die Frage, welche politischen oder personellen Konsequenzen bei Verstößen folgen.

Bundespolitische Dimension

Die Debatte reicht inzwischen über Berlin hinaus. Unionspolitiker und einzelne Stimmen aus Grünen und SPD bewerten ein Bündnis mit der Linkspartei als Signal für die Bundespolitik, während die Berliner Parteien die Regierungsbildung zunächst auf Landesebene lösen müssen. Für die SPD entsteht dabei ein besonderer Zielkonflikt: Sie könnte mit Grünen und Linken eine Mehrheit organisieren, muss aber zugleich den Zusammenhalt der Bundeskoalition und ihre Abgrenzung gegenüber radikalen Positionen wahren.

Entscheidend bleibt die Umsetzung

Politisch relevant ist deshalb nicht nur der Wortlaut der Vereinbarungen, sondern auch deren praktische Anwendung. Die Sondierungspartner müssen klären, wie Verstöße bewertet werden, wer über Konsequenzen entscheidet und ob die beteiligten Fraktionen diese Regeln verbindlich tragen. Je länger diese Fragen offenbleiben, desto stärker dürfte die Berliner Regierungsbildung von bundespolitischen Auseinandersetzungen überlagert werden.

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