Dank Wanner: Heidenheim feiert historischen Sieg
03.10.2024 - 20:39:57 | dpa.de
Der 1. FC Heidenheim hat an seinem «historischen» Europapokal-Abend den optimalen Start in die Conference League gefeiert. Zum Auftakt der Ligaphase des reformierten internationalen Wettbewerbs gewann die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt mit 2:1 (1:0) gegen den slowenischen Vertreter NK Olimpija Ljubljana.Â
Paul Wanner wurde in der 83. Minute zum Matchwinner, als er mit seinem StrafstoĂ zwar zunĂ€chst scheiterte, im Nachsetzen aber traf. Vor 12.887 Zuschauern auf der Ostalb hatte zunĂ€chst Adrian Beck (6. Minute) fĂŒr die frĂŒhe FĂŒhrung gesorgt. Alejandro Blanco (77.) traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich fĂŒr die GĂ€ste. Doch am Ende durfte der Bundesliga-Aufsteiger von 2023, der sich bis Weihnachten fĂŒr die K.o.-Runde qualifizieren kann, doch noch jubeln.
Heidenheims Kult-Coach Schmidt: «historisch»
«Das Wort historisch darf man durchaus benutzen», hatte Schmidt ĂŒber das Duell mit dem TabellenfĂŒhrer aus Slowenien zuvor gesagt. In den Playoffs zur Conference League hatten sich seine Heidenheimer gegen BK HĂ€cken aus Schweden durchgesetzt und dabei erste internationale Erfahrungen gesammelt. Der Auftritt am Tag der Deutschen Einheit aber sei «das erste richtige Spiel in Europa», so der Coach.Â
Schmidt vertraute dabei auf eine massiv verĂ€nderte Startelf. Nur vier Spieler, die beim 2:0 in Mainz am vergangenen Wochenende von Beginn an spielten, durften auch gegen den slowenischen Hauptstadtclub starten: TorhĂŒter Kevin MĂŒller, KapitĂ€n Patrick Mainka sowie Niklas Dorsch und Omar TraorĂ©.Â
Angefeuert von seinen Fans bestimmte der Gastgeber von Beginn an das Spielgeschehen â und erwischte einen glĂ€nzenden Start in seine Hauptrunden-Premiere der Conference League. Keine sechs Minuten waren gespielt, als auch Schmidt an der Seitenlinie erstmals die Arme hochriss: Beck setzte sich im Strafraum durch, mit dem linken FuĂ traf der Mittelfeldspieler ins rechte untere Toreck. Die Vorlage kam von Sirlord Conteh.
Die Partie spielte sich ĂŒberwiegend in der HĂ€lfte der Slowenen ab - doch die Heidenheimer verpassten es, den zweiten Treffer nachzulegen. Ein abgefĂ€lschter Schuss von Leonardo Scienza (34.) prallte gegen den Pfosten, Maximilian Breunig (36.) traf in zentraler Position den Ball nicht richtig.
Heidenheim zunĂ€chst im PfostenglĂŒck
Eindringlich hatte FCH-Trainer Schmidt vor den OffensivqualitÀten des Gegners gewarnt. Doch seine Elf hatte auch in der Defensive lange alles im Griff. Erst in der Schlussphase der ersten HÀlfte agierte Ljubljana entschlossener und gefÀhrlicher.
Brenzliger wurde es in der zweiten HĂ€lfte. Als Schmidt mit dem eingewechselten Trio Wanner, Marvin Pieringer und Jan Schöppner nach gut einer Stunde fĂŒr neuen Schwung sorgen wollte, musste Heidenheim um den Ausgleich fĂŒrchten. Doch der Pfosten half zunĂ€chst. Nach einer Unachtsamkeit in der FCH-Abwehr trafen die GĂ€ste dann doch.Â
Die Schmidt-Elf lieĂ sich von dem RĂŒckschlag aber nicht irritieren. Wanner scheiterte vom Elfmeterpunkt zwar erst am TorhĂŒter Matevz Vidovsek, setzte aber erfolgreich nach und durfte sich dann als TorschĂŒtze feiern lassen. Peter Agba hatte mit einem Handspiel im eigenen Strafraum den Elfmeter verursacht.
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