Migranten, Bleibeperspektive

Rund 15.000 geduldete Migranten erhalten Bleibeperspektive

06.05.2025 - 14:01:40 | dts-nachrichtenagentur.de

Das 2022 von der Ampel-Koalition eingefĂŒhrte "Chancen-Aufenthaltsrecht" ist inzwischen in vielen FĂ€llen abgelaufen.

Zwei Frauen mit Kopftuch in Berlin-Kreuzberg (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Zwei Frauen mit Kopftuch in Berlin-Kreuzberg (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der "Welt" hervor. Demnach waren zum 31. MĂ€rz 2025 insgesamt 83.273 Personen im AuslĂ€nderzentralregister erfasst, die in den vergangenen zwei Jahren ein Chancen-Aufenthaltsrecht nach Paragraf 104c des Aufenthaltsgesetzes erhalten hatten. Insgesamt seien 34.802 Personen erfasst gewesen, bei denen der Titel aktuell gĂŒltig gewesen sei, sagte ein Sprecher.

Mit Stand 31. MĂ€rz 2025 hĂ€tten insgesamt 14.880 Personen den Anschlusstitel nach Paragrafen 25a oder 25b des Aufenthaltsgesetzes erhalten. Sie erhalten also eine lĂ€ngerfristige Bleibeperspektive in Deutschland. 5.227 seien hingegen wieder in eine Duldung zurĂŒckgefallen, weil sie die Voraussetzungen nicht erfĂŒllten. Sie gelten erneut als ausreisepflichtig. 25.737 Personen hĂ€tten eine sogenannte Fiktionsbescheinigung innegehabt oder einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel gestellt, sagte der Sprecher. Die Fiktionsbescheinigung erteilen AuslĂ€nderbehörden, wenn die GĂŒltigkeit eines Titels abgelaufen ist, aber noch nicht ĂŒber einen Folgetitel entschieden wurde. Die Ampel-Koalition hatte das Chancen-Aufenthaltsrecht Ende 2022 eingefĂŒhrt, um ausreisepflichtigen Migranten, die schon lange in Deutschland leben, eine Bleibeperspektive zu geben. Wer zum 31. Oktober 2022 mindestens fĂŒnf Jahre in Deutschland gelebt hatte und einige andere Kriterien erfĂŒllte, durfte das Chancen-Aufenthaltsrecht beantragen. Es war auf 18 Monate befristet. Innerhalb dieser Zeit sollten Betroffene noch fehlende Voraussetzungen fĂŒr ein lĂ€ngerfristiges Bleiberecht nach den Paragrafen 25a oder 25b des Aufenthaltsgesetzes erfĂŒllen. Dazu zĂ€hlen die ĂŒberwiegende Sicherung des Lebensunterhalts, Deutschkenntnisse und die KlĂ€rung der IdentitĂ€t. Aus Sicht des Bundesinnenministeriums sei es ein Erfolg, "dass so viele Langzeit-Geduldete mit ihrer Antragstellung gezeigt haben, dass sie die Chance nutzen möchten, ĂŒber die KlĂ€rung ihrer IdentitĂ€t und die Aufnahme einer ErwerbstĂ€tigkeit eine langfristigere Bleibeperspektive zu erhalten", sagte der Sprecher. Ein Erfolg sei es auch, dass dieser Weg bei 14.880 Personen in einen rechtssicheren Aufenthalt gefĂŒhrt habe. Ähnliches erwarte man auch bei vielen anderen Personen, die aktuell noch im Chancen-Aufenthaltsrecht seien oder eine Fiktionsbescheinigung hĂ€tten. Kritik Ă€ußerte hingegen der Direktor des Landesamts fĂŒr Einwanderung in Berlin, Engelhard Mazanke. "FĂŒr ein abschließendes Fazit des Chancen-Aufenthaltsrechts ist es zu frĂŒh", sagte er der "Welt". "Diese Probeaufenthaltserlaubnis ist nicht nur administrativ wahnsinnig aufwendig, sie ist auch, was die Frist anbelangt, nicht gelungen." Wenn im Moment 25.000 Personen eine Fiktionsbescheinigung hĂ€tten, dann könne man nur zwei SchlĂŒsse ziehen: "Entweder sind die AuslĂ€nderbehörden ĂŒberlastet mit der Vielzahl von AntrĂ€gen oder die Leute haben es noch nicht geschafft, die Voraussetzungen fĂŒr den Folge-Aufenthaltstitel zu erfĂŒllen." FĂŒr seine Behörde treffe beides zu.

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