LÀnder, StraftÀter

LĂ€nder melden Hunderte StraftĂ€ter fĂŒr Abschiebung nach Afghanistan

13.07.2024 - 09:19:10 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundesinnenministerium (BMI) treibt die Wiederaufnahme von Abschiebungen nach Afghanistan voran.

Flugzeug (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Laut eines Berichts der "Welt am Sonntag" bat das BMI die BundeslĂ€nder Ende Juni kurzfristig um eine Liste mit "vollziehbar ausreisepflichtigen" StraftĂ€tern aus Afghanistan, die unter anderem folgende Kriterien erfĂŒllen sollten: vorhandene Passpapiere, keine Familie in Deutschland, keine laufenden Gerichtsverfahren, keinen Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat. Nach Informationen dieser Zeitung meldeten die LĂ€nder dem Bund bislang eine mittlere dreistellige Zahl an afghanischen Staatsangehörigen, darunter verurteilte Vergewaltiger und Mörder. Ein Sprecher des BMI bestĂ€tigte auf Anfrage: "Bundesinnenministerin Nancy Faeser und das BMI arbeiten intensiv daran, Abschiebungen von islamistischen GefĂ€hrdern und GewalttĂ€tern auch nach Syrien und Afghanistan wieder durchsetzen zu können." Die BundeslĂ€nder erwarten von Faeser schnelle Ergebnisse bei den RĂŒckfĂŒhrungsplĂ€nen.

Ein Sprecher des Hamburger Innensenators Andy Grote (SPD) sagte, man sei "sehr zuversichtlich, dass die ersten RĂŒckfĂŒhrungen in absehbarer Zeit erfolgen können". Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte dieser Zeitung: "Ich hoffe sehr, dass den AnkĂŒndigungen der Bundesregierung nun auch Taten folgen. Wir haben geliefert." Nach Ansicht von Siegfried Lorek (CDU), StaatssekretĂ€r im Justizministerium Baden-WĂŒrttemberg, reagiert das BMI zu spĂ€t: "Wenn Ministerin Faeser angibt, an Abschiebungsperspektiven nach Afghanistan werde schon seit Monaten gearbeitet, muss man sich schon fragen, warum sie hier nicht bereits 2022 und 2023 tĂ€tig geworden ist." Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sagte der "Welt am Sonntag": "Die Gefahr, die von ausreisepflichtigen, aber nicht abzuschiebenden Kriminellen und GefĂ€hrdern fĂŒr die Bevölkerung ausgeht, ist mitnichten neu. Es hĂ€tte schon lĂ€ngst etwas passieren können und mĂŒssen." Nicht jeder Mensch aus Afghanistan und Syrien sei schutzbedĂŒrftig. Jeder Fall mĂŒsse geprĂŒft werden: "Langfristig bedeutet dies dann auch eine RĂŒckkehr zu regulĂ€ren Abschiebungen." Laut der "Welt am Sonntag" hat Baden-WĂŒrttemberg in dieser Woche selbst die Initiative ergriffen. Es geht um einen Afghanen, der 2018 bei einem Messerangriff in Ravensburg drei MĂ€nner schwer verletzte. Er saß wegen versuchten Mordes im GefĂ€ngnis. Nun wurde er vorzeitig entlassen, weil er einer freiwilligen Ausreise zustimmte. Am Mittwoch, sagte ein Sprecher des Justizministeriums, sei der Mann ĂŒber Istanbul nach Kabul geflogen: "Im Falle einer Wiedereinreise wĂŒrde die restliche Freiheitsstrafe, von deren Vollstreckung vorlĂ€ufig abgesehen wurde, vollstĂ€ndig vollstreckt werden."

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 65442448 |