LĂ€nder melden Hunderte StraftĂ€ter fĂŒr Abschiebung nach Afghanistan
13.07.2024 - 09:19:10 | dts-nachrichtenagentur.deEin Sprecher des Hamburger Innensenators Andy Grote (SPD) sagte, man sei "sehr zuversichtlich, dass die ersten RĂŒckfĂŒhrungen in absehbarer Zeit erfolgen können". Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte dieser Zeitung: "Ich hoffe sehr, dass den AnkĂŒndigungen der Bundesregierung nun auch Taten folgen. Wir haben geliefert." Nach Ansicht von Siegfried Lorek (CDU), StaatssekretĂ€r im Justizministerium Baden-WĂŒrttemberg, reagiert das BMI zu spĂ€t: "Wenn Ministerin Faeser angibt, an Abschiebungsperspektiven nach Afghanistan werde schon seit Monaten gearbeitet, muss man sich schon fragen, warum sie hier nicht bereits 2022 und 2023 tĂ€tig geworden ist." Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sagte der "Welt am Sonntag": "Die Gefahr, die von ausreisepflichtigen, aber nicht abzuschiebenden Kriminellen und GefĂ€hrdern fĂŒr die Bevölkerung ausgeht, ist mitnichten neu. Es hĂ€tte schon lĂ€ngst etwas passieren können und mĂŒssen." Nicht jeder Mensch aus Afghanistan und Syrien sei schutzbedĂŒrftig. Jeder Fall mĂŒsse geprĂŒft werden: "Langfristig bedeutet dies dann auch eine RĂŒckkehr zu regulĂ€ren Abschiebungen." Laut der "Welt am Sonntag" hat Baden-WĂŒrttemberg in dieser Woche selbst die Initiative ergriffen. Es geht um einen Afghanen, der 2018 bei einem Messerangriff in Ravensburg drei MĂ€nner schwer verletzte. Er saĂ wegen versuchten Mordes im GefĂ€ngnis. Nun wurde er vorzeitig entlassen, weil er einer freiwilligen Ausreise zustimmte. Am Mittwoch, sagte ein Sprecher des Justizministeriums, sei der Mann ĂŒber Istanbul nach Kabul geflogen: "Im Falle einer Wiedereinreise wĂŒrde die restliche Freiheitsstrafe, von deren Vollstreckung vorlĂ€ufig abgesehen wurde, vollstĂ€ndig vollstreckt werden."
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