Bund sieht Woidkes Vorschlag zu Passierscheinen skeptisch
07.08.2025 - 18:22:48 | dpa.deFĂŒr alle Personen, die aus Polen einreisen wollten, gebe es zumindest eine Sichtkontrolle, teilte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. "Die damit verbundenen AufwĂ€nde werden so gering wie möglich gehalten. Die Ausstellung von "Passierscheinen" wĂŒrde diese AufwĂ€nde aus polizeifachlicher Sicht nach derzeitiger EinschĂ€tzung nicht reduzieren." Der RBB hatte zuvor darĂŒber berichtet.
Der Regierungschef hĂ€lt es fĂŒr notwendig, dass die Grenzkontrollen fĂŒr Berufspendler möglichst nicht zu gröĂeren Wartezeiten fĂŒhren. Er brachte die Möglichkeit von Passierscheinen ins Spiel. "Wir hatten sowas zu Corona-Zeiten in Frankfurt (Oder) - nĂ€mlich eine Passierschein-Lösung", sagte er nach einem Besuch des polnischen Botschafters Jan Tombinski am Dienstag. "Das wĂ€re aus meiner Sicht auch wieder denkbar."
Deutschland hÀlt Kontrollen aufrecht
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kĂŒndigte im Podcast "Table.Today" eine VerlĂ€ngerung der Grenzkontrollen ĂŒber September an. Deutschland hatte kurz nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung am 8. Mai die vorher sporadischen Kontrollen an deutschen AuĂengrenzen verstĂ€rkt. Auch Asylsuchende können nun an der Grenze zurĂŒckgewiesen werden.
Die Regierung in Warschau hatte als Reaktion darauf nachgezogen. Die ursprĂŒnglich bis zum 5. August geplanten ĂberprĂŒfungen sollen bis zum 4. Oktober bestehen bleiben. Deutschland kontrolliert seit Oktober 2023 stichprobenhaft an der Grenze zu Polen, um irregulĂ€re Migration zu stoppen und gehört zum Schengen-Raum, in dem eigentlich offene Grenzen vorgesehen sind.
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