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Ministerium macht russisches Netzwerk fĂŒr Fake-Zitate verantwortlich

22.05.2024 - 06:26:14

Das Bundesinnenministerium rechnet eine Desinformationskampagne mit gefÀlschten Zitaten deutscher Prominenter dem 2022 aufgedeckten russischen "DoppelgÀnger"-Netzwerk zu.

Zur neuen Taktik der Kampagne gehörten auch die gefĂ€lschten Zitate, die "prominenten Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche in den Mund gelegt" wĂŒrden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zuletzt verbreiteten sich in sozialen Medien vereinzelt gefÀlschte Zitate, bei denen etwa dem Schauspieler Til Schweiger oder "Rammstein"-SÀnger Till Lindemann erfundene Aussagen zur Ukraine in den Mund gelegt wurden. Diese sogenannten Sharepics wurden auch als Facebook-Werbeanzeigen ausgespielt.

Dem Ministerium sei bekannt, dass die "DoppelgĂ€nger"-Kampagne "weiterhin aktiv ist und bereits seit lĂ€ngerem nicht mehr nur die ursprĂŒnglich namensgebende Taktik verwendet, Webseiten existierender QualitĂ€tsmedien und öffentlicher Institutionen zu imitieren", teilte der Sprecher weiter mit. Das Innenministerium beobachte die Entwicklungen und stehe dazu im Austausch mit Plattformen und internationalen Partnern.

Die "DoppelgĂ€nger"-Kampagne wurde 2022 aufgedeckt. In mehreren EU-LĂ€ndern verbreitete sie gefĂ€lschte Webseiten, die Medien oder Institutionen nachahmten. Die EU setzte Ende Juli 2023 fĂŒnf mit dem russischen Staat verbundene Organisationen und sieben Menschen als Verantwortliche auf die Sanktionsliste./vvö/DP/zb

@ dpa.de