Coronahilfen, Bundeswirtschaftsministerium

Viele Unternehmen haben sich nach Coronahilfen nicht zurĂŒckgemeldet

28.03.2024 - 08:36:15

Das Bundeswirtschaftsministerium beklagt eine mangelnde Kooperationsbereitschaft vieler Unternehmen, die in der Pandemie von staatlichen Corona-Subventionen profitiert haben.

Wie der "Spiegel" berichtet, fehlen den zustĂ€ndigen Behörden in 41.000 FĂ€llen sogenannte Schlussabrechnungen, ohne dass die betroffenen Unternehmen eine FristverlĂ€ngerung zur Abgabe beantragt haben. In rund 400.000 FĂ€llen haben Firmen um Aufschub fĂŒr die Einreichung gebeten. Unternehmen, die in der Pandemie ZuschĂŒsse beantragt haben, mussten damals in den Formularen angeben, wie hoch der UmsatzrĂŒckgang schĂ€tzungsweise sein wĂŒrde.

Sie verpflichteten sich, spĂ€ter offenzulegen, wie sich das GeschĂ€ft tatsĂ€chlich entwickelt hatte, ob die Einbußen also wirklich so hoch waren wie befĂŒrchtet. Dazu sollten die Antragsteller im Nachhinein eine Schlussabrechnung abgeben. Die Antragsteller seien "mehrfach auf das Einreichen der Schlussabrechnungen hingewiesen" worden, sagte ein BMWK-Sprecher, die entsprechenden Unternehmen hĂ€tten Erinnerungsmails und Briefe bekommen. Die Frist zur Abgabe sei mehrmals "großzĂŒgig verlĂ€ngert" worden. Die Unternehmen haben nun noch bis zum 31. MĂ€rz Zeit, sich bei den Behörden zu melden. "Eine weitere FristverlĂ€ngerung ist von Bund und LĂ€ndern nicht vorgesehen", so der Ministeriumssprecher. Im BMWK geht man davon aus, dass rund 20 Prozent der Unternehmen, die etwa ÜberbrĂŒckungshilfen, November- oder Dezemberhilfen erhalten haben, Geld zurĂŒckzahlen mĂŒssen, im Schnitt 6.400 Euro. Um Unternehmen und SelbststĂ€ndigen zu helfen, hat der deutsche Staat in der Pandemie mehr als 76 Milliarden Euro an Subventionen verteilt.

@ dts-nachrichtenagentur.de