Wirtschaftsministerium, Gebotsrunde

Wirtschaftsministerium startet Gebotsrunde fĂŒr KlimaschutzvertrĂ€ge

12.03.2024 - 11:53:39

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Dienstag die europaweit erste Gebotsrunde fĂŒr die sogenannten KlimaschutzvertrĂ€ge gestartet.

Unternehmen der energieintensiven Industrie, die erfolgreich am vorbereitenden Verfahren im Sommer 2023 teilgenommen haben, können sich innerhalb der nĂ€chsten vier Monate um eine 15-jĂ€hrige Förderung ihrer "großen Transformationsprojekte" bewerben, teilte das Ministerium mit. Das Fördervolumen belĂ€uft sich auf insgesamt vier Milliarden Euro. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) warb fĂŒr das Instrument: Mit den KlimaschutzvertrĂ€gen fördere man "moderne, klimafreundliche Industrieanlagen von morgen", sagte er.

Dadurch entstĂŒnden neue Technologien, Wertschöpfungsketten und Infrastrukturen. "Das hilft zweitens der Industrie weltweit dabei, auf klimafreundliche Produktion umzuschalten." Zudem setze man mit den KlimaschutzvertrĂ€gen "international neue Standards fĂŒr eine effiziente und bĂŒrokratiearme Förderung". Deutschland ist der erste EU-Mitgliedstaat, der eine Förderung durch sogenannte KlimaschutzvertrĂ€ge an den Start bringt. Das Förderinstrument hatte zuvor das beihilferechtliche Genehmigungsverfahren durch die EuropĂ€ische Kommission durchlaufen und war Mitte Februar von der BrĂŒsseler Behörde genehmigt worden. Laut Ministerium sollen die VertrĂ€ge unter anderem in der Papier-, Glas-, Stahl- und Chemieindustrie Anwendung finden. Die KlimaschutzvertrĂ€ge sollen demnach dort, wo klimafreundliche Produktionsverfahren gegenwĂ€rtig noch nicht konkurrenzfĂ€hig betrieben werden können, die Mehrkosten im Vergleich zu konventionellen Verfahren ausgleichen - fĂŒr eine Laufzeit von 15 Jahren. Insgesamt sollen dem Ministerium zufolge Emissionen in Höhe von rund 350 Millionen Tonnen CO2 ĂŒber die Laufzeit des Förderprogramms bis 2045 vermieden werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de