Bericht vorgestellt: Bildungssystem kommt kaum voran
15.06.2026 - 13:42:36 | dts-nachrichtenagentur.de
Demnach verfehlen immer mehr SchĂŒler grundlegende Kompetenzstandards und soziale Ungleichheiten im gesamten Bildungsverlauf bleiben bestehen. Gleichzeitig bringen Zuwanderung, Inklusion, Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel zunehmende Herausforderungen mit sich, die sich in allen Bildungsbereichen ĂŒberlagern und verstĂ€rken.
Im Bericht wird deutlich, dass zentrale Grundlagen fĂŒr die Kompetenzentwicklung bereits in den ersten Lebensjahren gelegt werden. Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern zeigen sich insbesondere bei der Erfassung des Sprachstands und den daraus folgenden FördermaĂnahmen. WĂ€hrend die Mathematik-Leistungen der GrundschĂŒler stabil blieben, gab es im Sekundarbereich I RĂŒckgĂ€nge. Zudem verfehlte 2024 knapp ein Viertel der SchĂŒler, die mindestens den mittleren Schulabschluss anstrebten, den Mindeststandard in Mathematik. Auch bei den computer- und informationsbezogenen Kompetenzen gelten inzwischen mehr als 40 Prozent der AchtklĂ€ssler als kompetenzschwach. Zugleich ist der Anteil der Jugendlichen, der die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlĂ€sst, weiter gestiegen - auf rund acht Prozent.
Der FachkrÀftemangel verschÀrft sich derweil weiter. Obwohl 2024 rund 2,9 Millionen Menschen und damit etwa 21 Prozent mehr als 2014 im formalen Bildungssystem tÀtig waren, bestehen in mehreren Bildungsbereichen erhebliche EngpÀsse. Besonders im Schulbereich hat sich der Anteil der LehrkrÀfte ohne anerkannte Lehramtsqualifikation nahezu verdoppelt. "Der FachkrÀftemangel ist nicht nur ein Mengenproblem", sagte Kai Maaz, Sprecher der Autoren des nationalen Bildungsberichts. "Entscheidend ist ebenso die Qualifizierung, langfristige Bindung und der wirksame Einsatz vorhandener FachkrÀfte."
Der nationale Bildungsbericht wird alle zwei Jahre auf Basis von amtlichen Statistiken sowie sozialwissenschaftlichen Daten und Studien erstellt. Als zentrale Bestandsaufnahme des Bildungswesens analysiert er langfristige Entwicklungen und soll Herausforderungen sichtbar machen.
