DIW fĂŒr Abschaffung des SolidaritĂ€tszuschlags
11.11.2024 - 10:42:49Bach wird am Dienstag bei der mĂŒndlichen Verhandlung in Karlsruhe als SachverstĂ€ndiger auftreten. Der Steuerexperte des DIW veranschlagt die erwarteten Sonderbelastungen des Bundeshaushalts durch die Folgen der Wiedervereinigung fĂŒr das Jahr 2025 mit 14,4 Milliarden und fĂŒr das Jahr 2030 mit 15,9 Milliarden Euro. Diese Belastungen seien gemessen am Volumen des Bundeshaushalts von mehr als 500 Milliarden Euro einschlieĂlich der Sondervermögen jedoch "moderat", schreibt Bach. Zumal sich immer schwieriger ein direkter Zusammenhang zwischen der Wiedervereinigung und deshalb notwendigen Ausgaben feststellen lasse. Die Verfassungsbeschwerde gegen den SolidaritĂ€tszuschlag war 2020 von FDP-Politikern eingereicht worden. Zu ihnen gehören der heutige FDP-Fraktionsvorsitzende Christian DĂŒrr und die beiden ehemaligen parlamentarischen StaatssekretĂ€re im Bundesfinanzministerium, Katja Hessel und Florian Toncar. "Jetzt klĂ€rt Karlsruhe, unter welchen Voraussetzungen der Bund von seinen BĂŒrgern eine ErgĂ€nzungsabgabe erheben darf", sagte Toncar der "Welt". Der 1995 dauerhaft eingefĂŒhrte Soli sei fast nach fast 30 Jahren nicht mehr zu rechtfertigen. "Die unmittelbaren Kosten der deutschen Wiedervereinigung sind lĂ€ngst bezahlt", sagte er.


