Israel setzt MilitÀroffensive im Gazastreifen fort
12.03.2024 - 14:16:18 | dts-nachrichtenagentur.deEinem Medienbericht zufolge soll das AuswĂ€rtige zuletzt die Evakuierung eines SOS-Kinderdorfs in dem Ort unterstĂŒtzt haben. Wie der "Spiegel" schreibt, sollen 95 Menschen aus Rafah in Gaza ĂŒber den Landweg ĂŒber Ăgypten und Israel ins Westjordanland evakuiert worden sein. Ein SOS-Kinderdorf in der Stadt Bethlehem habe sie am Montagabend aufgenommen. "Wir sind erleichtert, dass unsere intensiven BemĂŒhungen gestern endlich Erfolg hatten", sagte ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes dem "Spiegel" und bestĂ€tigte damit vorausgegangene Berichte israelischer Medien. Unter den Evakuierten sind demnach 68 palĂ€stinensische Kinder im Alter zwischen zwei und 14 Jahren sowie elf Mitarbeiter und deren Familienangehörige. Die Ausreise der Gruppe aus Gaza erfolgte am Samstag, die Einreise in Israel am Montagmorgen, am Abend kam die Gruppe dann im Westjordanland an. Es handele sich "um eine temporĂ€re Evakuierung aufgrund der aktuellen Notlage", hieĂ es im AuswĂ€rtigen Amt. Um die Operation nicht zu gefĂ€hrden, sei es wichtig gewesen, die Evakuierung diskret abzuwickeln. "Wir können vom GlĂŒck sagen, dass dies erst kurz nach der Ankunft in Bethlehem in israelischen Medien publik wurde", hieĂ es laut "Spiegel" aus Kreisen, die mit der Aktion befasst waren. Die Ausreise der Kinder und Erwachsenen wurde demnach eng durch deutsche Vertreter begleitet, so hielt sich offenbar auch der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, stundenlang am israelisch-Ă€gyptischen Ăbergang auf. Wegen der sich verschĂ€rfenden Situation der Zivilbevölkerung im Gazastreifen will die Bundesregierung dem "Spiegel" zufolge auch die Bundeswehr mobilisieren. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins haben sich das AuswĂ€rtige Amt und das Verteidigungsministerium darauf geeinigt, dass die Luftwaffe so schnell wie möglich mit dem Abwurf von dringend benötigter humanitĂ€rer Hilfe ĂŒber Gaza beginnen soll. Das AuswĂ€rtige Amt habe am Montag eine formale Bitte um UnterstĂŒtzung ans Wehrressort gestellt, hieĂ es in Regierungskreisen. Geplant ist demnach, dass die Luftwaffe mit C130-Transportflugzeugen der Bundeswehr, die in Frankreich stationiert sind, HilfsgĂŒter ĂŒber dem Gazastreifen abwirft. Da die Franzosen bereits solche FlĂŒge ĂŒber Gaza durchgefĂŒhrt haben, kann die Luftwaffe von den Erfahrungen des Nato-Partners profitieren. Aus MilitĂ€rkreisen hieĂ es, die Crews am C-130-Standort in Evreux bereiteten sich bereits auf die Mission vor, demnach könne es schon in den kommenden Tagen losgehen. Das AuswĂ€rtige Amt drĂ€ngt schon lĂ€nger darauf, dass sich Deutschland an den AbwĂŒrfen von HilfsgĂŒtern fĂŒr die Zivilbevölkerung beteiligt. Andere Nationen, allen voran die USA, Jordanien und Frankreich, werfen schon lĂ€nger Paletten mit Nahrungsmitteln und Medikamenten aus Flugzeugen ĂŒber dem Gazastreifen ab. Die FlĂŒge werden eng mit Israel koordiniert, damit es keine Komplikationen im Luftraum ĂŒber Gaza gibt.
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