Temu, Shein und Co. - NRW will hĂ€rtere Kontrollen fĂŒr VersandhĂ€ndler
20.06.2024 - 07:08:09Zur am Freitag in Bremen stattfindenden Jahres-Finanzministerkonferenz habe NRW einen entsprechenden Antrag eingebracht, teilte das NRW-Finanzministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach soll unter anderem der Zoll in Deutschland besser aufgestellt werden, um mögliche Steuerhinterziehungen durch die asiatischen HÀndler aufzudecken.
"Die massive Flut von teilweise gesundheitsgefÀhrdender Billigware aus Fernost trifft an unseren Grenzen auf einen Zoll, der darauf nicht vorbereitet ist. Eine effektive Kontrolle, was auf unseren Markt gelangt und ob es fair besteuert ist, findet de facto nicht statt", sagte NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU).
Bewusst falsche Angaben der HĂ€ndler
Chinesische Online-VersandhĂ€ndler wĂŒrden bei der Einfuhr ihrer Waren bewusst falsche Warenwerte angeben, um so Umsatzsteuer und etwaige ZollgebĂŒhren zu hinterziehen. Das verursache bundesweit laut SchĂ€tzungen jĂ€hrlich einen Schaden in Milliardenhöhe. Da die Einfuhrumsatzsteuer eine Gemeinschaftssteuer sei, betreffe der Schaden den Bund ebenso wie die LĂ€nder.
"Die chinesischen E-Commerce-Riesen machen Kasse auf Kosten des deutschen Steuerstaats und verzerren den hiesigen Wettbewerb so drastisch, dass ehrliche Gewerbetreibende innerhalb der EU ihm kaum noch standhalten können", kritisierte Optendrenk. Auch auf EU-Ebene soll die Bundesregierung nach Willen von NRW daher handeln, um die Steuergerechtigkeit im gesamten Binnenmarkt sicherzustellen.

