Social Media - Supreme Court weist Klage gegen Biden-Regierung zurĂŒck
26.06.2024 - 17:25:47 | dpa.deIn der am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung des Supreme Court hieĂ es, dass die KlĂ€ger keine Beschwerdebefugnis hĂ€tten. Der Fall geht auf die Coronapandemie zurĂŒck.
Die KlĂ€ger, darunter die republikanischen GeneralstaatsanwĂ€lte der Bundesstaaten Louisiana und Missouri, hatten der von dem Demokraten Biden gefĂŒhrten Regierung vorgeworfen, rechtswidrig Druck auf Plattformen wie Twitter oder Facebook ausgeĂŒbt zu haben, um Inhalte entfernen zu lassen, welche die US-Regierung zum Beispiel mit Blick auf die Pandemie als Fehlinformationen bewertete.
"Die KlĂ€ger, die keinen konkreten Zusammenhang zwischen ihrem Schaden und dem Verhalten der Beklagten sehen, fordern uns auf, die jahrelange Kommunikation zwischen Dutzenden von Bundesbeamten in verschiedenen Behörden, auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und zu verschiedenen Themen zu ĂŒberprĂŒfen", schrieb Richterin Amy Coney Barrett. Das Gericht habe keine derartige Aufsichtsbefugnis. Die Entscheidung fiel mit sechs zu drei Stimmen aus und lĂ€sst zentrale inhaltliche Fragen offen, die zu einem spĂ€teren Zeitpunkt geklĂ€rt werden dĂŒrften.
Das Gericht ging in seiner Entscheidung nicht auf Fragen zur Meinungsfreiheit ein, sondern beschrĂ€nkte sich hauptsĂ€chlich auf die Frage nach der Klagebefugnis. In einer abweichenden Meinung schrieb der Richter Samuel Alito, dass das Verhalten der Regierung verfassungswidrig gewesen sei. Es sei bedauerlich, dass das Gericht dies nicht erkannt habe. Ein Bundesgericht in Louisiana hatte dem WeiĂen Haus und einer Reihe von Regierungsbehörden zuvor untersagt, mit Social-Media-Unternehmen ĂŒber die Entfernung von Inhalten zu kommunizieren. Dieses Urteil ist durch die Entscheidung des Supreme Court nun aufgehoben.
US-Medien zufolge ist das Urteil auch von Bedeutung fĂŒr PrĂ€sidentenwahl im November. Denn es bedeute, dass etwa das Heimatschutzministerium weiterhin BeitrĂ€ge in sozialen Medien wie Facebook und X kennzeichnen lassen könne, von denen es annehme, dass auslĂ€ndische Agenten dahintersteckten, die versuchten, die Wahl zu beeinflussen, wertete etwa der Sender CNN die Entscheidung.
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