Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) sowie der Schweizer Bundesrat fĂŒr Umwelt, Albert Rösti, und sein italienischer Ministerkollege Gilberto Pichetto Fratin werden das Abkommen nĂ€chste Woche unterzeichnen, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit.
Konkret handelt es sich um ein deutsch-italienisches Abkommen ĂŒber solidarische UnterstĂŒtzung im Falle einer Gasversorgungskrise und ein trilaterales Abkommen, in dem die Schweiz in die Regelungen des bilateralen Abkommens ebenfalls einbezogen ist. Durch den Einbezug der Schweiz soll der Transit zwischen Deutschland und Italien gewĂ€hrleistet werden.
"FĂŒr den Ă€uĂerst unwahrscheinlichen Fall einer extremen Gasmangellage haben wir in den beiden Abkommen die Vorgehensweise definiert, wie Deutschland, Italien und die Schweiz sich gegenseitig schnell helfen können", sagte Habeck.
Es sei ein "wichtiges Signal der politischen Geschlossenheit ĂŒber die Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union hinaus", ergĂ€nzte er.
Das trilaterale deutsch-schweizerisch-italienische Abkommen soll ermöglichen, dass der bilaterale Vertrag zwischen Deutschland und Italien in einer schweren Gasmangellage tatsĂ€chlich angewendet werden kann. FĂŒr diesen sogenannten SolidaritĂ€tsfall sollen solidarische Gaslieferungen "als letztes Mittel im Fall einer extremen Gasmangellage" die Versorgung der Haushalte, FernwĂ€rmeanlagen und grundlegenden sozialen Einrichtungen im notleidenden Mitgliedstaat gewĂ€hrleisten.
Als Konsequenz der sogenannten SoS-Verordnung der EU sind sĂ€mtliche direkt oder ĂŒber einen Drittstaat miteinander verbundene EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, bilaterale SolidaritĂ€tsabkommen abzuschlieĂen. Deutschland hatte bereits im Dezember 2020 mit DĂ€nemark und im Dezember 2021 mit Ăsterreich entsprechende Abkommen abgeschlossen.
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