Bundesregierung, Weidel-Musk-Talk

Bundesregierung: Weidel-Musk-Talk gehört zum AfD-Wahlkampf

10.01.2025 - 13:18:07 | dpa.de

Das viel beachtete GesprĂ€ch zwischen der AfD-Chefin und dem Tech-MilliardĂ€r Elon Musk hat auch die Bundesregierung zur Kenntnis genommen. Zu dem Inhalt will sie sich nicht Ă€ußern.

Mehr als eine Stunde lang unterhielten sich die AfD-Vorsitzende, Alice Weidel, und der Tech-MilliardÀr Elon Musk auf der Plattform X. Die Plattform gehört Musk. - Foto: Kay Nietfeld/dpa-POOL/dpa
Mehr als eine Stunde lang unterhielten sich die AfD-Vorsitzende, Alice Weidel, und der Tech-MilliardÀr Elon Musk auf der Plattform X. Die Plattform gehört Musk. - Foto: Kay Nietfeld/dpa-POOL/dpa

Die Bundesregierung wertet das Online-GesprĂ€ch der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel mit dem US-Unternehmer Elon Musk als Teil des Wahlkampfs. Die Regierung habe den Talk auf der Plattform X zur Kenntnis genommen, wolle sich zu einzelnen Aussagen jedoch nicht Ă€ußern, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin, Christiane Hoffmann. «Das machen wir ja grundsĂ€tzlich auch nicht zu solchen Wahlkampfveranstaltungen», ergĂ€nzte sie. 

Der Online-Talk mit dem MilliardĂ€r und Vertrauten des designierten US-PrĂ€sidenten Donald Trump hatte der AfD-Chefin am Donnerstagabend viel Aufmerksamkeit beschert. FĂŒr einige ihrer Aussagen aus dem mehr als einstĂŒndigen GesprĂ€ch - darunter ihre Behauptung, der nationalsozialistische Machthaber Adolf Hitler sei nicht rechts, sondern «ein Kommunist» gewesen - erntete Weidel viel Kritik - unter anderem von Historikern. 

Musk, der Inhaber von X ist, hatte in dem öffentlichen GesprĂ€ch seine zuvor schon geĂ€ußerte UnterstĂŒtzung fĂŒr die AfD wiederholt. Weidel ist von der AfD-Spitze als Kanzlerkandidatin fĂŒr die Bundestagswahl nominiert worden. Ein Sprecher der Bundestagsverwaltung hatte vor dem Talk auf die Frage, ob es sich bei der Aktion auf Musks Plattform womöglich um eine illegale Parteispende handeln könnte, geantwortet: «Die Bundestagsverwaltung fĂŒhrt im vorliegenden Fall derzeit eine SachverhaltsklĂ€rung durch.»

Bundesregierung bleibt vorerst bei X

Mehrere Gewerkschaften hatten zuletzt angekĂŒndigt, die Plattform X nicht mehr nutzen zu wollen. Darauf angesprochen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin: «Wir sind sehr besorgt ĂŒber die Entwicklung auf X.» Die Bundesregierung habe sich dennoch entschieden, vorerst ihre KanĂ€le auf der Plattform weiter zu betreiben. Es gehe ihr darum, möglichst viele Menschen zu erreichen.

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