Musk, Versehen

Musk: Haben aus Versehen Ebola-PrÀvention gestrichen

26.02.2025 - 22:43:45

Dem radikalen Sparkurs der US-Regierung unter Mitwirkung von Tech-MilliardĂ€r Elon Musk ist nach dessen Aussage unbeabsichtigt und fĂŒr kurze Zeit auch die Ebola-PrĂ€vention zum Opfer gefallen.

Bei Einsparungen in der US-Entwicklungshilfebehörde USAID habe es "versehentlich" entsprechende Streichungen gegeben, erklÀrte Musk bei einem Treffen mit US-PrÀsident Donald Trump und dessen Kabinett - sie seien jedoch "sofort" wieder in Kraft gesetzt worden, es habe "keine Unterbrechung" gegeben.

Ebola ist eine oft tödlich verlaufende Viruserkrankung, die besonders im tropischen Teil Afrikas auftritt. Schnelle medizinische Maßnahmen und Impfungen sowie die Forschung an Impfstoffen sind entscheidend, um AusbrĂŒche einzudĂ€mmen.

Musk nannte den Vorfall als Beispiel, um den radikalen Sparkurs zu verteidigen. Ihn schien das vorĂŒbergehende Aussetzen der Ebola-PrĂ€vention zu amĂŒsieren - er lachte. "Wir werden nicht perfekt sein", sagte der Tech-MilliardĂ€r. Bei so großen Einsparungen seien Fehler unvermeidlich, doch diese wĂŒrden "rasch korrigiert", versicherte er.

Kritiker: Trump-Regierung kĂŒrzt wahllos

Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump treibt einen umfassenden Umbau des Staatsapparats voran, von dem USAID besonders stark betroffen ist. Bei der Behörde sollen um die 1.600 Stellen in den USA gestrichen werden. Bereits im Januar hatte Trump deren Mittel fĂŒr eine interne ÜberprĂŒfung eingefroren.

Kritiker werfen der Regierung und Musk vor, ohne klaren Plan vorzugehen und wahllos Mittel zu streichen. Es gebe keine durchdachte Strategie hinter den Einsparungen, sondern vielmehr eine hektische Umsetzung von KĂŒrzungen ohne RĂŒcksicht auf langfristige Folgen - nicht nur bei der Entwicklungsbehörde.

USAID zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Entwicklungsorganisationen weltweit und koordiniert zahlreiche Hilfsprojekte - von Aids-BekĂ€mpfung bis zum Wiederaufbau in Kriegsgebieten. In den betroffenen LĂ€ndern wĂ€chst die Sorge, dass der Wegfall dieser UnterstĂŒtzung Zehntausende Menschen in existenzielle Not stĂŒrzen könnte.

@ dpa.de