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Antisemitismusbeauftragter Klein verlÀsst sein Amt im Sommer

13.02.2026 - 21:09:32

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, wird im Sommer aus seinem Amt scheiden, weil er sich einer neuen Aufgabe zuwenden will.

"Nach dann rund acht Jahren in diesem Amt und vier weiteren Jahren, in denen ich mich im AuswĂ€rtigen Amt mit Antisemitismus und Holocausterinnerung beschĂ€ftigt habe, hielt ich es fĂŒr an der Zeit, mich beruflich einem neuen Thema zuzuwenden", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Mein Hintergrund ist ein diplomatischer, und im AuswĂ€rtigen Amt hat man das Rotationsprinzip, das ohnehin alle vier Jahre einen Wechsel vorsieht", sagte er weiter. "KontinuitĂ€t ist eine wichtige Voraussetzung, um diese Arbeit gut zu machen, aber es tut dem Amt ebenfalls gut, wenn nach einer Zeit jemand anderes ĂŒbernimmt. Es war etwas Besonderes, als Beamter in dieses politische Amt zu kommen, neue Strukturen aufzubauen, der Erste in diesem Amt zu sein."

Aus Kleins Sicht gibt es kaum ein Amt, bei dem man so im Mittelpunkt gesellschaftspolitischer Debatten steht wie in seinem. "AntisemitismusbekĂ€mpfung ist ein Querschnittsthema, ich habe in meiner Amtszeit mit allen Ressorts der Bundesregierungen Kontakt gehabt, Projekte besprochen und Antisemitismus bekĂ€mpft", sagte er. "Das löst auch Kontroversen aus. Ich hĂ€tte etwas falsch gemacht, wenn es nicht so gewesen wĂ€re. Das Amt kann man gar nicht still ausĂŒben. Wenn man etwas verĂ€ndern will, muss man auch mal laut werden. Das habe ich nach KrĂ€ften versucht."

Noch ist offen, wer auf Klein folgt. "Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat mir gesagt, dass er sich persönlich um die Nachfolge kĂŒmmern wird", sagte Klein. "Es gibt gute Kandidaten, und ich bin sehr zuversichtlich, dass die Bundesregierung eine gute Entscheidung treffen wird. Ganz wichtig ist, dass die Person die UnterstĂŒtzung des Zentralrats der Juden bekommt, sonst kann man das Amt nicht gut ausfĂŒhren." @ dts-nachrichtenagentur.de

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