Champions League, SSC Neapel

Ohne eigene Fans, ohne Tore: Frankfurt mit 0:0 in Neapel

04.11.2025 - 20:40:24 | dpa.de

Der Ausschluss der Fans von Eintracht Frankfurt in der Champions League bei der SSC Neapel ist im Vorfeld des Spiels der große Aufreger. Die Partie selbst bietet dann kaum Höhepunkte.

Eintracht-Coach Dino Toppmöller begleitete sein Team an der Seitenlinie, wirkte aber immer noch angeschlagen. - Foto: Arne Dedert/dpa
Eintracht-Coach Dino Toppmöller begleitete sein Team an der Seitenlinie, wirkte aber immer noch angeschlagen. - Foto: Arne Dedert/dpa

Eintracht Frankfurt hat in der Champions League bei der SSC Neapel dank eines Abwehrbollwerks einen Punkt erkĂ€mpft. Der Fußball-Bundesligist trennte sich nach einer offensiv allerdings auch sehr harmlosen Vorstellung 0:0 vom italienischen Meister.

Mit dem Unentschieden in einer schwachen Partie ohne viele Torchancen holten die Frankfurter wie auch Neapel am vierten Spieltag der Ligaphase ihren vierten Punkt. Damit kommt die Eintracht der K.o.-Phase zumindest einen kleinen Schritt nÀher.

«Wir haben es als Mannschaft ĂŒber 90 Minuten sehr, sehr gut verteidigt. Nach vorne hin war es schwierig, aber wir haben defensiv sehr wenig zugelassen. Von daher geht das 0:0 in Ordnung», befand Frankfurts Nationalspieler Robin Koch, der zum besten Spieler des Spiels gewĂ€hlt wurde. Man hĂ€tte auch gern gewonnen in Neapel und drei Punkte mitgenommen, rĂ€umte der Abwehrspieler ein. «Wichtig fĂŒr uns war, dass wir defensiv so gut gestanden haben. Von daher können wir mit dem Punkt zufrieden sein», meinte er.

Frankfurts 5:1-Serie endet

FĂŒr die Frankfurter endete auch eine irre 5:1-Serie in der Champions League. Zum Auftakt hatte die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller 5:1 gegen Galatasaray Istanbul gewonnen, anschließend gab es zwei krachende 1:5-Pleiten bei AtlĂ©tico Madrid und zu Hause gegen den FC Liverpool.

«Wir wollen einfach in der Höhle des Löwen bestehen - auch wenn wir hier erst einmal in AnfĂŒhrungszeichen alleine auflaufen mĂŒssen», hatte Toppmöller vor der Partie gegen den TabellenfĂŒhrer der Serie A gesagt - und zielte damit auf den umstrittenen Ausschluss der GĂ€ste-Fans in Neapel ab.

«Es tut ihnen im Herzen weh, nicht dabei sein zu können», sagte der Coach, der mit ErkĂ€ltung angeschlagen an der Seitenlinie stand und fĂŒnf Wechsel im Vergleich zum 1:1 zuletzt in der Bundesliga beim 1. FC Heidenheim vornahm. Unter anderem fehlte Offensiv-Juwel Can Uzun wegen einer Muskelverletzung.

Zetterer in der Anfangsphase zweimal zur Stelle

Ohne Frankfurter AnhÀnger im Stadio Diego Armando Maradona und auch ohne Uzun war Neapel um Meistertrainer Antonio Conte erst einmal die tonangebende Mannschaft. In der sechsten Minute wurde es erstmals gefÀhrlich, als Rasmus HÞjlund - Bruder von Frankfurts verletzten Oscar - aus kurzer Distanz an Eintracht-Keeper Michael Zetterer scheiterte. Ein Treffer hÀtte aufgrund einer Abseitsposition aber ohnehin nicht gezÀhlt.

Zetterer zeichnete sich wenig spĂ€ter ein weiteres Mal aus, indem er einen Schuss von Napolis Eljif Elmas entschĂ€rfte (13.). Vor allem der Ex-Leipziger brachte die rechte Abwehrseite der Frankfurter zu Beginn immer wieder in BedrĂ€ngnis, weil sich Außenbahnspieler Rasmus Kristensen ungewohnt fahrig prĂ€sentierte.

Eintracht findet offensiv nicht statt

Offensiv trat die Eintracht in der ersten HĂ€lfte ĂŒberhaupt nicht in Erscheinung. Immer wieder schlichen sich ins Frankfurter Spiel vermeidbare FehlpĂ€sse ein. 

Stattdessen dominierten die Abwehrreihen. Denn auch die Hausherren, die unter anderem verletzungsbedingt auf die beiden belgischen Starspieler Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku verzichten mussten, konnten bis zur Pause keine nennenswerte Chance mehr kreieren.

Erst wenig los, dann vergibt Knauff

Nach dem Seitenwechsel Àhnelte sich zunÀchst das Bild. Beide Teams zeigten sich ohne Durchschlagskraft, nennenswerte Chancen gab es nicht - bis zur 68. Minute, als ein Schuss von Neapels Scott McTominay noch von Nationalspieler Robin Koch entscheidend ins Toraus abgefÀlscht wurde.

Auf der Gegenseite hatte der eingewechselte Ansgar Knauff aus dem Nichts die Riesenchance auf die schmeichelhafte FĂŒhrung. Doch den Schuss wehrte Napoli-Keeper Vanja Milinkovic-Savic mit einer starken Parade ab (76.).

In der Schlussphase hatte die Eintracht GlĂŒck, dass ein Versuch von McTominay aus vielversprechender Position meterweit am Tor vorbeiging (83.). In der Schlussphase rettete Zetterer mit Glanzparaden der Eintracht den Punkt.

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