Söder, Anschlag

Söder verlangt nach Anschlag in Magdeburg Sicherheitswende

29.12.2024 - 10:14:41

Der bayerische MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) spricht sich als Konsequenz aus dem Anschlag von Magdeburg fĂŒr eine massive technische und personelle AufrĂŒstung der Sicherheitsbehörden im Zuge einer neuen "Zeitenwende" im Kampf gegen KriminalitĂ€t aus.

Es sei fĂŒr die Union "ganz zentral, in einer neuen Regierung ein neues Sicherheitspaket zu machen", sagte Söder der "Bild am Sonntag". Die Politik mĂŒsse nach Magdeburg endlich aufwachen. Es gebe zwar nie eine hundertprozentige Sicherheit "bei solchen kranken Gehirnen, die versuchen, Menschen zu töten und Leid und Attentate verursachen", doch mĂŒssten jetzt die richtigen Konsequenzen gezogen werden.

Söders Appell: "Wir mĂŒssen endlich aufwachen. Wir leben in einer anderen Zeit. Wir brauchen auch eine Zeitenwende fĂŒr die innere Sicherheit." Ohne die US-Geheimdienste wĂ€re man ohnehin blind. "Aber wir kleben uns auch noch zusĂ€tzlich die Augen stĂ€ndig zu. Wir nutzen nicht die technischen Möglichkeiten, die wir hĂ€tten, um das Land sicherer zu machen." Söder kĂŒndigte an, die Debatte um notwendige Maßnahmen zum Themenschwerpunkt des Bundestagswahlkampfs zu machen: "Das Sicherheitskonzept der Union trĂ€gt die Handschrift der CSU. Und wir sind Friedrich Merz von der CDU sehr dankbar, dass wir da einen neuen Weg gehen. Recht und Sicherheit, Schutz der Unversehrtheit der BĂŒrger ist die Voraussetzung fĂŒr Freiheit. Und das ist zentrales Thema im Wahlkampf." Söder nannte die Vorratsdatenspeicherung elementar wichtig, um KriminalitĂ€t und Terrorismus einzuschrĂ€nken. Die Speicherung von IP-Adressen sei entscheidend, um am Ende auch TĂ€ter zu finden. "Beispielsweise nicht nur Terroristen, sondern auch im Bereich der Kinderpornografie." Außerdem sagte Söder: "Der biometrische Abgleich mit den vorhandenen Kameras, die wir in Deutschland haben, an Bahnhöfen, an öffentlichen PlĂ€tzen, muss mittels KI endlich möglich sein, um schnell fahnden zu können und zu wissen, wer sich wo bewegt". Außerdem mĂŒsse die Bundespolizei massiv verstĂ€rkt werden, um insbesondere an Bahnhöfen eine neue Sicherheit zu entwickeln. Das alles sei "technisch möglich" und "rechtlich erlaubt", scheitere bislang aber "am Widerstand von GrĂŒnen und vor allem FDP", so Söder. Die VorschlĂ€ge von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) fĂŒr Änderungen der Sicherheitsarchitektur gingen "nicht weit genug". Diese sĂ€hen vor, "dass bei bestimmten Maßnahmen der PrĂ€sident des BKA selbst die Entscheidung treffen muss, ob weiterverfolgt wird oder nicht". "So bindet man Ermittlern, die tĂ€glich ihre Arbeit machen, die HĂ€nde." Aber es brauche auch "einen neuen Geist in der Justiz mit stĂ€rkeren und hĂ€rteren Gesetzen", so Söder. "Nicht nur die schweren Straftaten sollten zur ZurĂŒckfĂŒhrung fĂŒhren, sondern auch einfache Straftaten. Wer hier Recht und Gesetz bricht, hat auf Dauer keine Zukunft in Deutschland."

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