ROUNDUPBeauftragter, Alkoholverkauf

Alkoholverkauf an Tankstellen einschrÀnken

15.07.2025 - 21:26:28

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck spricht sich fĂŒr weniger leicht zugĂ€ngliche Alkohol-Angebote im Handel aus.

"Ein Weg wĂ€re, Alkohol von Supermarktkassen in der sogenannten Quengelgasse zu entfernen", sagte der CDU-Politiker zu Ippen Media. Dies wĂ€re auch eine Erleichterung fĂŒr ehemals AbhĂ€ngige, nicht immer an Alkohol erinnert zu werden. "Ein anderer Weg wĂ€re, den Verkauf von Alkohol an Tankstellen einzuschrĂ€nken. Warum sollten Autofahrer Alkohol fĂŒr die Weiterfahrt kaufen dĂŒrfen?"

Streeck erlĂ€uterte, dies seien "bisher nur Gedankenspiele, wie wir langsam einen Kulturwandel erreichen können". Es gelte, mehr ĂŒber die Gefahren aufzuklĂ€ren und den Zugang zu Alkohol zu erschweren. Dass insgesamt weniger Alkohol konsumiert werde, könne man nur schrittweise schaffen.

Beim Tankstellen-Interessenverband (TIV) stießen Streecks Äußerungen prompt auf Ablehnung. Werde der Verkauf von Alkohol an der Tankstelle eingeschrĂ€nkt, wichen Kunden einfach auf lange geöffnete SupermĂ€rkte aus und kauften dort dann mutmaßlich sogar grĂ¶ĂŸere Gebinde, hieß es auf dpa-Anfrage. Der Interessenverband verwies auch darauf, dass der Jugendschutz an Tankstellen besonders streng eingehalten werde, und warnte vor wirtschaftlichen Folgen: "Alle UmsĂ€tze, die dort abgezogen werden, befördern ein ohnehin schleichendes Tankstellensterben."

@ dpa.de