Gesundheit, Steuern

Bundesrat stoppt Sparpaket zur Stabilisierung der KassenbeitrÀge

21.11.2025 - 15:26:45

Der Bundesrat hat das Krankenkassen-Sparpaket vorerst gestoppt.

Die LĂ€nderkammer rief am Freitag den Vermittlungsausschuss an. Das Sparpaket sollte die BeitrĂ€ge fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu Beginn des kommenden Jahres möglichst stabil halten. Die Krankenkassen warnen jedoch trotzdem vor Anhebungen. Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats hatte empfohlen, das Gesetz in den Vermittlungsausschuss zu schicken.

Die LĂ€nder kritisieren die vorgesehenen Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bei den Kliniken, mit denen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) den Druck fĂŒr Erhöhungen der ZusatzbeitrĂ€ge zum 1. Januar 2026 abmildern will. Sie fĂŒrchten, dass diese Einsparungen zu ihren Lasten gehen, und wollen sich dagegen wehren, dass sie regelmĂ€ĂŸig diese finanzielle Zusatzlast tragen mĂŒssen. Dementsprechend verlangen sie vom Bund die Zusicherung, dass diese Belastung einmalig sein wird. Die Bundesgesundheitsministerin kritisierte die Entscheidung der LĂ€nderkammer. "Die Anrufung des Vermittlungsausschusses durch eine Mehrheit der LĂ€nder in der heutigen Sitzung des Bundesrates ist ein schlechtes Signal fĂŒr den Wirtschaftsstandort Deutschland", erklĂ€rte Warken. "Diese Entscheidung wirft einen Schatten auf das gemeinsame Ziel, die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung insgesamt auf ein stabiles Fundament zu setzen, um Beitragserhöhungen zu vermeiden." Immer höhere BeitrĂ€ge oder SteuerzuschĂŒsse könnten keine Lösung sein. "Der Koalitionsausschuss hat sich am 8. Oktober auf Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV verstĂ€ndigt, die durch das Bundeskabinett und den Deutschen Bundestag bestĂ€tigt wurden. Der VergĂŒtungsanstieg der KrankenhĂ€user wĂŒrde fĂŒr das kommende Jahr auf die tatsĂ€chliche Entwicklung der Krankenhauskosten begrenzt", sagte die CDU-Politikerin. "Das ist angesichts der extrem angespannten finanziellen Situation der GKV ausgewogen und sachgerecht." Die Stabilisierung der SozialbeitrĂ€ge sei ein "ĂŒbergeordnetes Ziel, um die Wirtschaft in Deutschland nach Jahren der Stagnation und wachsenden SozialbeitrĂ€gen endlich wieder anzukurbeln". Die Stabilisierung der BeitrĂ€ge leiste einen "entscheidenden Beitrag zur WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Wirtschaft". Die angespannte Situation der KrankenhĂ€user sei ihr sehr wohl bewusst, so Warken. "Deshalb entlastet der Bund diese auch an anderer Stelle in Milliardenhöhe. Die LĂ€nder hingegen kommen ihrer Finanzierungsverpflichtung seit vielen Jahren nicht ausreichend nach."

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