Rechnungshof rĂŒgt SchwĂ€chen im Kampf gegen Steuerbetrug
28.03.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDemnach wird das Bundeszentralamt fĂŒr Steuern (BZSt) seiner gesetzlichen Aufgabe, die LĂ€nder bei der VerhĂŒtung und Verfolgung bedeutender Steuerstraftaten zu unterstĂŒtzen, bislang nicht ausreichend gerecht. Es fehle unter anderem an klaren Aufgabenstrukturen sowie an ausreichender personeller und technischer Ausstattung, monieren die PrĂŒfer.
Zwar ist die Steuerstrafverfolgung grundsĂ€tzlich Sache der LĂ€nder. Der Bund ist jedoch verpflichtet, insbesondere bei lĂ€nderĂŒbergreifenden oder internationalen FĂ€llen unterstĂŒtzend tĂ€tig zu werden. Nach EinschĂ€tzung des Bundesrechnungshofs wird diese Rolle bislang nur eingeschrĂ€nkt ausgefĂŒllt.
Die LĂ€nder haben dem Bericht zufolge einen erheblichen zusĂ€tzlichen UnterstĂŒtzungsbedarf angemeldet. Sie schlagen unter anderem eine bessere Koordinierung, einen intensiveren Datenaustausch sowie die Einrichtung einer zentralen Servicestelle beim BZSt vor. Das Bundesfinanzministerium hat viele dieser VorschlĂ€ge bislang nicht umgesetzt und verweist unter anderem auf rechtliche ZustĂ€ndigkeitsfragen sowie auf begrenzte Haushaltsmittel.
Der Bundesrechnungshof hĂ€lt diese Argumente jedoch fĂŒr nicht ĂŒberzeugend. Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages komme zudem zu dem Ergebnis, dass eine stĂ€rkere unterstĂŒtzende Rolle des Bundes rechtlich möglich sei.
Nach Angaben des Bundesrechnungshofs haben die bestehenden Defizite bereits konkrete Auswirkungen. So seien etwa bei der Auswertung internationaler DatensĂ€tze wie den sogenannten Panama Papers mögliche Steuereinnahmen nicht realisiert worden. Die PrĂŒfer fordern daher, das Bundeszentralamt fĂŒr Steuern deutlich zu stĂ€rken und die Zusammenarbeit zwischen Bund und LĂ€ndern zu verbessern, um Steuerstraftaten kĂŒnftig effektiver verfolgen zu können.
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