EU, Schifffahrt

Bundestag verlÀngert BundeswehreinsÀtze im Mittelmeer

13.11.2025 - 19:08:17

Der Bundestag hat die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÀfte an mehreren BundeswehreinsÀtzen im Mittelmeer beschlossen.

FĂŒr die VerlĂ€ngerung der Beteiligung an der durch die EuropĂ€ische Union gefĂŒhrten Mittelmeer-Operation Eunafvor Med Irini stimmten am Donnerstag 315 Abgeordnete. Zudem gab es 182 Nein-Stimmen und 69 Enthaltungen. Mit Blick auf die weitere deutsche Beteiligung am Nato-Einsatz "Sea Guardian" gab es 388 Ja-Stimmen, 169 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen.

Beide Mandate werden damit um ein weiteres Jahr verlĂ€ngert. Die Operation Eunafvor Med Irini hat das Ziel, das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durchzusetzen und einen Beitrag zur Unterbindung von Menschenschmuggel und illegalen Öl-Exporten zu leisten. Die Bundeswehr ĂŒbernimmt dabei Aufgaben wie die SeeraumĂŒberwachung und -aufklĂ€rung. Das deutsche Kontingent betrĂ€gt bis zu 300 Soldaten. Zur BegrĂŒndung fĂŒr die VerlĂ€ngerung heißt es im Antrag der Regierung, dass es fortwĂ€hrend VerstĂ¶ĂŸe gegen das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durch Zufuhr von Waffen, Material und KĂ€mpfern an die ost- und westlibyschen Akteure gebe. Entgegen der 2020 geschlossenen Waffenstillstandsvereinbarung befĂ€nden sich weiterhin auslĂ€ndische KĂ€mpfer, KrĂ€fte und Söldner auf beiden Seiten im Land. FĂŒr die Mission "Sea Guardian" sollen unterdessen wie bisher bis zu 550 Soldaten eingesetzt werden können. Sie sollen im Mittelmeerraum einen Beitrag zur SeeraumĂŒberwachung, zum Lagebildaustausch, zum maritimen Kampf gegen den Terrorismus und zur BeschrĂ€nkung des Waffenschmuggels im maritimen Umfeld leisten.

@ dts-nachrichtenagentur.de