AfD-Bundestagsabgeordneter, Parteiaustritt

AfD-Bundestagsabgeordneter erklÀrt Parteiaustritt

31.03.2024 - 12:54:22

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz hat mit Wirkung zum 31.

MĂ€rz seinen Austritt aus der AfD erklĂ€rt. Damit scheidet er auch aus der Bundestagsfraktion aus. Er ziehe damit die Konsequenzen aus dem außerordentlichen Landesparteitag vom 24. und 25. Februar in Rottweil, dessen Zustandekommen und DurchfĂŒhrung "einen absoluten Tiefpunkt fĂŒr eine Rechtsstaatspartei darstellten", wie er erklĂ€rte. "Ich hadere schon lĂ€nger mit der Entwicklung der Alternative fĂŒr Deutschland hin zu einer `Altpartei`. Der Landesparteitag hat den Landesverband nun vollstĂ€ndig einer `Beutegemeinschaft` ausgeliefert, deren oberstes Ziel die Sicherung eigener PfrĂŒnde ist - nicht das Wohl unseres Landes und der AfD." Einer Anfechtung habe er sich aber nicht angeschlossen, weil auch eine Wiederholung des Parteitags nichts an den MehrheitsverhĂ€ltnissen Ă€ndern werde.

"Die Mitgliedschaft hat sich verĂ€ndert und eine große Mehrheit verlangt nach Idolen, die man verherrlichen kann. IntegritĂ€t, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit gehören nicht mehr zu den nachgefragten Werten der Partei", so Seitz in seiner ErklĂ€rung. Im Gegenteil werde jede Kritik "an noch so offenkundigen Skandalen als Nestbeschmutzung gebrandmarkt". Diese Entwicklung sei nicht auf Baden-WĂŒrttemberg beschrĂ€nkt. "Der Parteitag hat meinen Glauben zerstört, die AfD könnte zur Rettung Deutschlands beitragen. Allenfalls noch auf kommunaler Ebene bleibt Platz fĂŒr Idealisten, meinem Kreisverband Ortenau drĂŒcke ich deshalb fĂŒr die Kommunalwahlen beide Daumen", sagte Seitz. Sein Mandat im Deutschen Bundestag will er als unabhĂ€ngiger Abgeordneter ohne Fraktionszugehörigkeit zu Ende fĂŒhren.

@ dts-nachrichtenagentur.de