Trump: Tiktok hat 'Platz in meinem Herzen'
16.12.2024 - 22:53:46"Ich habe einen warmen Platz in meinem Herzen fĂŒr Tiktok", antwortete der Republikaner bei einer Pressekonferenz im Bundesstaat Florida auf die Frage, wie er das drohende Aus der populĂ€ren Video-App in den USA verhindern wolle.
Trump schilderte, wie sein 18 Jahre alter Sohn Barron ihm im Wahlkampf "Leute empfohlen" habe, ĂŒber deren KanĂ€le er dann mit jungen Menschen kommuniziert habe. "Ich habe gefragt: "Wer ist das?" Und Barron hat gesagt: "Dad, das kannst du doch nicht ernst meinen!" Und ich habe diese Interviews gemacht, und es war eigentlich ganz niedlich", erzĂ€hlte Trump.
Zwar stimmte mehr als die HĂ€lfte der JungwĂ€hler bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl am 5. November fĂŒr Trumps demokratische Kontrahentin Kamala Harris. Allerdings konnte der Republikaner im Vergleich zur Wahl 2020 in dieser Altersgruppe deutlich zulegen - ein Trend, der sich auch in anderen WĂ€hlergruppen zeigte.
Rechtsstreit ĂŒber Verkauf
Tiktok - eine Tochterfirma des chinesischen Bytedance-Konzerns - hat nach eigenen Angaben 170 Millionen Nutzer in den USA und steht dort unter politischem Druck. ParteiĂŒbergreifend fordern viele US-Politiker, die Plattform zu verbieten. Sie befĂŒrchten, dass trotz einer Mehrheitsbeteiligung westlicher Investoren der Einfluss chinesischer Behörden nicht ausgeschlossen werden kann - demnach bestehe die Gefahr, dass China Zugriff auf Daten amerikanischer Nutzer erlangen und politischen Einfluss ausĂŒben könne.
Ein im April verabschiedetes US-Gesetz verpflichtet Bytedance, sich von Tiktok zu trennen, um ein Verbot in amerikanischen App-Stores zu verhindern. Das Unternehmen geht rechtlich dagegen vor, musste jedoch zuletzt eine Niederlage vor einem Berufungsgericht hinnehmen. Medienberichten zufolge plant Bytedance gar nicht erst, ĂŒber einen Verkauf von Tiktok zu verhandeln.
Trump, der am 20. Januar als US-PrĂ€sident vereidigt wird, war in seiner ersten Amtszeit mit dem Versuch gescheitert, Tiktok zum Verkauf zu zwingen. Im Wahlkampf sprach er sich gegen ein Verbot der Plattform aus. Er kann das Gesetz allerdings nicht auĂer Kraft setzen.

