DJV, Tötung

DJV verurteilt Tötung von Journalisten durch israelisches MilitÀr

11.08.2025 - 15:47:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilt die Tötung von palÀstinensischen Journalisten und Kameraleuten durch das israelische MilitÀr.

Israelischer Soldat (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Israelischer Soldat (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir verlangen AufklĂ€rung ĂŒber die HintergrĂŒnde der Tötungen", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. Die israelische Armee hatte zuvor bekannt gegeben, den palĂ€stinensischen Journalisten Anas al-Sharif wegen angeblicher Verbindungen zur Terrororganisation Hamas getötet zu haben. Dabei sollen auch vier weitere Medienschaffende ums Leben gekommen sein.

Al-Sharif arbeitete fĂŒr den Sender Al Dschasira. Der Sender sowie die UNO wiesen die VorwĂŒrfe gegen den Journalisten zurĂŒck. Der DJV beklagte, dass sich solche Anschuldigungen nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen ließen, weil internationalen Journalisten der Zugang zum Gazastreifen verwehrt wird. Israel beruft sich derweil auf Geheimdienstinformationen. Selbst wenn al-Sharif ein Terrorist gewesen sein sollte, rechtfertige das nicht den Luftangriff auf ein Journalistenzelt in Gaza-Stadt, in dem sich das Al-Dschasira-Team aufgehalten habe, sagte Beuster weiter. Der DJV-Vorsitzende verwies in diesem Zusammenhang auf die "unertrĂ€glich hohe Zahl" getöteter Journalisten seit Beginn des Gaza-Kriegs. "Dass Medienschaffende in dem bewaffneten Konflikt umkommen, ist schon furchtbar genug. Dass auf Grundlage von nicht ĂŒberprĂŒfbaren VorwĂŒrfen gezielt Jagd auf sie gemacht wird, ist nicht hinnehmbar", so Beuster. Das AuswĂ€rtige Amt Ă€ußerte sich unterdessen "bestĂŒrzt" ĂŒber den Vorfall und schloss sich den Forderungen nach AufklĂ€rung an. Ein AA-Sprecher appellierte am Montag in Berlin an die Kriegsparteien im Gazastreifen, "Anstrengungen zu unternehmen, dass Journalisten ihrer Arbeit frei und sicher nachgehen können".

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