Gewalt an Schulen: Lehrer rufen zu konsequentem Eingreifen auf
19.03.2024 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Zudem hat die Zahl an jungen Menschen mit Gewalterfahrung durch Krieg und Flucht zugenommen, von denen viele in beengten WohnverhĂ€ltnissen leben." Die Lehrergewerkschaft VBE warf der Politik und den zustĂ€ndigen Schulbehörden vor, das AusmaĂ des Problems zu unterschĂ€tzen. So hĂ€tten rund ein Drittel der Schulleitungen in der jĂŒngsten VBE-Umfrage angegeben, dass Schulministerium oder Schulverwaltung sich des Themas nicht ausreichend annehmen, sagte der Stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov, dem RND. Etwa jede fĂŒnfte Schule habe angegeben, dass die Meldung von GewaltvorfĂ€llen von den Schulbehörden unerwĂŒnscht sei. Es brauche "dringend bundeseinheitliche statistische Erfassungen, die in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden proaktiv von der Politik veröffentlicht werden", fordert er. Die Politik mĂŒsse sich schĂŒtzend vor LehrkrĂ€fte und Schulleitungen stellen. Die Umfragen unter LehrkrĂ€ften und Schulleitungen, die der Verband seit 2016 durchfĂŒhrt, bestĂ€tigten demnach den Anstieg von Gewalt an deutschen Schulen. Das sei jedoch nicht nur ein Problem der Bildungseinrichtungen: "Schulen sind ein Spiegel der Gesellschaft und Gewalt ist auf dem Schulhof ebenso ein wachsendes Problem, wie auch im Stadion oder im öffentlichen Raum allgemein", erklĂ€rte VBE-Bundesvize Neckov. "Besonders die Coronapandemie hat zu einer VerhĂ€rtung der gesellschaftlichen Fronten gefĂŒhrt, die die sich immer weiter fortsetzt", sagte er dem RND. "Ebenso sehen wir den zunehmenden Rechtsruck und die damit verbundene Gewalt als eine zunehmende Gefahr fĂŒr unsere Demokratie."
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