AltbundesprÀsident Wulff kritisiert Asyldebatte
08.10.2024 - 10:00:14
"Mich nervt, wenn viele Politiker einem paternalistischen Ansatz frönen und den Eindruck erwecken, Probleme fĂŒr die BĂŒrger mit Bazooka, Rettungsschirmen und Staatshilfen allesamt lösen zu können, statt alle zur aktiven Anstrengung aufzufordern", sagte Wulff dem "Focus". Auch den Fokus auf die Asyldebatte kritisierte er: "Statt eine optimistische ZukunftserzĂ€hlung anzubieten", dĂ€monisierten "andere Politiker die Migration wider besseres Wissen zur `Mutter aller Probleme`".
Im Lichte des FachkrĂ€ftemangels forderte der AltbundesprĂ€sident bessere Arbeitsmarktintegration. "Die ĂbergĂ€nge in Arbeit mĂŒssen fĂŒr viele Gruppen dringend erleichtert und viel attraktiver werden, um die stark wachsenden Felder unbesetzter und nicht erledigter Arbeit zu reduzieren", sagte Wulff.
Der ehemalige niedersĂ€chsische CDU-MinisterprĂ€sident zeigte sich stolz ĂŒber die Leistung der Bundesrepublik in den vergangenen sieben Jahrzehnten.
"Mit unserem Grundgesetz als freiheitlichster Verfassung, die Deutschland je hatte, und unserer freien und sozialen Marktwirtschaft, die den Rahmen gesetzt hat, mit FleiĂ und Innovationskraft eingebunden in die EU zur drittgröĂten Volkswirtschaft der Erde aufzusteigen." Nichts sei von allein gekommen und "nichts ist automatisch von Dauer", sagte Wulff.


