Parteien, Steuern

Koch rÀt Union zu Kompromiss bei Reichensteuer

30.06.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der ehemalige hessische MinisterprĂ€sident Roland Koch rĂ€t der Union, bei den laufenden Verhandlungen ĂŒber eine Steuerreform notfalls Kompromisse einzugehen, dafĂŒr aber auf einer Reform des Arbeitsmarkts zu bestehen.Koch sagte dem Magazin Politico, die Union mĂŒsse ohne eine Flexibilisierung im Arbeitsmarkt nicht abschließen.

Koch rÀt Union zu Kompromiss bei Reichensteuer
Parteien - Roland Koch (Archiv) 30.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Er hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass sich Union und SPD auf ein Gesamtpaket verstĂ€ndigen. Unterm Strich mĂŒssten beide Dinge akzeptieren, die sie eigentlich nicht akzeptieren könnten, so Koch.

Auf die Frage, ob ein Gesamtpaket aus einer Flexibilisierung des Arbeitsmarkts und ZugestĂ€ndnissen bei der Reichensteuer denkbar sei, antwortete Koch: "Ich bin nicht der Verhandler, aber ich muss Ihre Fantasien nicht zurĂŒckweisen." Manche Sozialdemokraten hĂ€tten unterschĂ€tzt, welche Bedeutung die Arbeitsmarktreform fĂŒr die Union habe. Gelinge der Union hier ein Erfolg, dann werde man an anderen Schmerzpunkten, die die Sozialdemokraten haben, auch Kompromisse machen mĂŒssen.

Nach EinschĂ€tzung des frĂŒheren hessischen MinisterprĂ€sidenten enthalten die Reformpakete zu Rente, Pflege und Steuern zwar viele notwendige Maßnahmen, sorgten aber nicht fĂŒr mehr Wirtschaftswachstum. "Den Kuchen nur stĂ€ndig filigraner zu verteilen, anstatt zu gucken, wie man den Kuchen erweitert, das geht nicht", sagte Koch. Hierbei verwies er auf VW als Warnsignal. Volkswagen sei sozusagen ein Menetekel.

Zugleich sprach sich Koch fĂŒr einen stĂ€rkeren Subventionsabbau aus. Man mĂŒsse die Staatsausgaben reduzieren, dann könne man den BĂŒrgern auch Geld zurĂŒckgeben. Sollte die Union sich einem Abbau von Subventionen verweigern, wĂ€re das auf die Dauer nicht klug, so Koch.

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