Steuern, Parteien

Familienunternehmer warnen vor Steuererhöhungen

01.07.2026 - 13:40:31 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Familienunternehmer-Verband hat die Bundesregierung unmittelbar vor dem Koalitionsausschuss von Union und SPD vor der Anhebung des Spitzensteuersatzes und einer höheren Erbschaftsteuer gewarnt.

Familienunternehmer warnen vor Steuererhöhungen
Wirtschaft - Finanzamt (Archiv) 01.07.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Eine Anhebung des Spitzensteuersatzes würde mitten in der Wirtschaftskrise viele Familienunternehmen bis ins Mark treffen, sagte Verbands-Chefin Marie-Christine Ostermann der "Rheinischen Post".

Statt die Betriebe endlich zu entlasten, wolle der Finanzminister mit einem höheren Spitzensteuersatz die Fähigkeit zum Investieren rauben, sagte Ostermann. Die Personengesellschaften in allen Branchen würden nicht mehr in Deutschland in Arbeitsplätze und Maschinen investieren können, vom Bestehen im internationalen Wettbewerb ganz zu schweigen. "Es ist, als ob der Finanzminister die Saatkartoffeln rauben würde", so Ostermann. Niedrigere Steuern für alle Unternehmen seien jetzt überlebenswichtig.

Über eine Verschärfung der Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen müsse sich der Finanzminister keine Gedanken mehr machen, wenn er vorher die Substanz der Personengesellschaften zerstört habe, sagte Ostermann sarkastisch. Zuvor waren Vorschläge von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für eine Steuerreform bekannt geworden. Demnach würde der normale Spitzensteuersatz für zu versteuernde Jahreseinkommen von etwa 76.000 Euro von 42 auf 44 Prozent angehoben. Der Reichensteuersatz würde ab 200.000 Euro Jahreseinkommen von 45 auf 49 Prozent erhöht.

de | politik | 69667172 |

Weitere Meldungen

Vizechefs der Rentenkommission mussten Standpunkte räumen Die Vizechefs der Rentenkommission, Annika Klose (SPD) und Pascal Reddig (CDU), haben ihre Standpunkte in der Kommission revidiert. (Politik, 01.07.2026 - 15:22) weiterlesen...

Grüne werfen Klingbeil Täuschung von Geringverdienern vor Die Grünen werfen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor, im Streit um Steuersenkungen Millionen Geringverdiener zu täuschen.Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Beck, sagte der "Bild": "Klingbeil erzählt Millionen Menschen mit geringen Einkommen Unfug, denn er kann sie mit der Einkommensteuer faktisch nicht entlasten, da 20 bis 30 Prozent der Arbeitenden unter der Einkommensteuerschwelle liegen." Seine Milliardenpakete würden immer nur die Mitte entlasten, was gut sei, aber eben sehr viele untere Einkommen gar nicht bis kaum.Beck forderte Klingbeil und die Regierung auf, die Sozialabgaben zu senken. (Politik, 01.07.2026 - 13:08) weiterlesen...

SPD erhöht Druck auf Union bei Steuerreform Die SPD erhöht zum Beginn des Koalitionsausschusses an diesem Mittwoch den Druck auf die Union, sich bei der Steuerreform zu bewegen.Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer sagte dem "Tagesspiegel": "Friedrich Merz steht am Elfmeterpunkt und sollte den Elfmeter nicht verschießen." Es gehe darum, ob Deutschland weiterkomme. (Politik, 01.07.2026 - 09:08) weiterlesen...

SPD-Wahlkämpfer fordern große Einkommensteuerreform Vor dem Koalitionsgipfel zur Reformpolitik an diesem Mittwoch fordern die SPD-Wahlkämpfer Jochen Ott (Nordrhein-Westfalen) und Steffen Krach (Berlin) die Bundesregierung auf, sich bei der Einkommensteuerreform nicht mit einer kleinen Variante zu begnügen."Die Menschen wissen, dass unser Land an vielen Stellen Reformbedarf hat, und sie erwarten von der Regierung, dass sie diesen angeht. (Politik, 01.07.2026 - 07:12) weiterlesen...

Kuban fordert Söder zu Verzicht auf Mütterrente III auf Vor dem Koalitionsausschuss fordert der CDU-Wirtschaftsexperte Tilman Kuban den CSU-Chef Markus Söder zum Verzicht auf die Mütterrente III auf."Wenn wir jetzt Haushaltslöcher stopfen und Steuerentlastungen auf den Weg bringen wollen, liegt hier eine große Chance für Markus Söder", sagte Kuban dem Magazin Focus. (Politik, 01.07.2026 - 05:50) weiterlesen...

Widerstand in Union gegen Steuerpläne der SPD In der Union regt sich Widerstand dagegen, die geplante Steuerreform zur Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen bereits beim Koalitionsausschuss am Mittwoch auf den Weg zu bringen.In Teilen von CDU und CSU wird darauf verwiesen, dass zunächst verfassungsrechtlich zwingende Anpassungen und die Finanzierbarkeit weiterer Entlastungen zu klären seien, berichtet die "Welt". (Politik, 01.07.2026 - 05:00) weiterlesen...