DFB ermittelt nach Rassismus-VorfÀllen im Pokal
18.08.2025 - 11:10:44Der Deutsche FuĂball-Bund hat nach den Rassismus-VorfĂ€llen bei DFB-Pokalspielen in Leipzig und Potsdam Ermittlungen aufgenommen. «Der Kontrollausschuss untersucht die VorgĂ€nge und leitet Ermittlungen gegen die jeweiligen Vereine ein», sagte ein Verbandssprecher der dpa. Ăblicherweise werden dazu erst einmal Stellungnahmen aller Beteiligten angefordert.
Bei der Partie von Lok Leipzig gegen den FC Schalke 04 (0:1 n.V.) hatte GĂ€stespieler Christopher Antwi-Adjei dem Schiedsrichter eine rassistische Beleidigung von der TribĂŒne gegen ihn kenntlich gemacht. Schiedsrichter Max Burda unterbrach die Partie beim Stand von 0:0 fĂŒr wenige Minuten. Antwi-Adjei berichtete nach dem Spiel, dass von der TribĂŒne das «N-Wort» gerufen wurde. Mit dem Begriff «N-Wort» wird heute eine frĂŒher gebrĂ€uchliche rassistische Bezeichnung fĂŒr Schwarze umschrieben.
Nach einem Hinweis durch den Stadionsprecher, dass diskriminierende Rufe zu unterlassen seien, wurde die Begegnung fortgesetzt. Der Schalke-Profi wurde bei Ballkontakten anschlieĂend von vielen Leipziger Zuschauern ausgepfiffen. Antwi-Adjei hat mittlerweile Anzeige erstattet und die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Die Leipziger Polizei registrierte insgesamt 17 Straftaten bei dem Spiel, darunter mehrere Körperverletzungsdelikte sowie SachbeschĂ€digungen. Hinsichtlich des Grunds fĂŒr die Spielunterbrechung hat die Behörde Ermittlungen wegen Beleidigung aufgenommen.
Reaktion sogar vom FIFA-PrÀsidenten
Anders fiel die Reaktion von Fans im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion nach einer Beleidigung eines Profis des 1. FC Kaiserslautern im Pokalspiel bei RSV Eintracht Stahnsdorf (0:7) aus. Durch ein schnelles Eingreifen von Zuschauern und Sicherheitsdiensten konnte der TĂ€ter ermittelt werden. Beide Fanlager skandierten «Nazis raus».Â
Auch FIFA-PrÀsident Gianni Infantino hatte die VorfÀlle scharf verurteilt. Vom DFB und der deutschen Polizei erwartet der Schweizer nun AufklÀrung und eine Bestrafung der TÀter.


