Ukraine, DEU

Melnyk kritisiert Scheindebatte um europÀische Truppenentsendung

07.09.2025 - 12:17:15 | dts-nachrichtenagentur.de

Der frĂŒhere ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, hĂ€lt die Diskussion um die Entsendung europĂ€ischer Friedenstruppen in sein Heimatland fĂŒr eine "Scheindebatte".

Bundeswehr-Soldaten (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Solange man nicht weiß, was genau diese Truppen tun werden und mit welchem Mandat, kann doch kein deutscher Politiker ernsthaft behaupten, dass man 5.000 oder 10.000 Soldaten schickt", sagte er dem "Stern". Erst, wenn die Sicherheitsgarantien eine vertragliche Form annĂ€hmen, könne er sich eine Beteiligung europĂ€ischer Truppen vorstellen. Positiv sieht Melnyk hingegen Trumps Reaktivierung der GesprĂ€che ĂŒber eine Beendigung des Krieges, auch wenn dieser Prozess einer "Achterbahn" gleiche. "Vergangenen September habe ich den damaligen Kanzler Scholz öffentlich aufgerufen, das zu tun, was Trump jetzt unternommen hat: eine diplomatische Vermittlung anzustoßen, um von Putin als ernsthafter GesprĂ€chspartner wahrgenommen zu werden."

Passiert, so Melnyk, sei jedoch nichts. Melnyk, der heute Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen ist, rief die westlichen Partner der Ukraine dazu auf, auch ĂŒber Drittstaaten politischen Druck auszuĂŒben. Dass es hierfĂŒr Möglichkeiten gibt, habe er in den vergangenen Jahren als Botschafter in Brasilien verstanden. "Die meisten Auslandsinvestitionen, ĂŒber 450 Milliarden Euro, stammen aus der EU. Aber dieser Hebel wird nicht benutzt, um Brasilien von seiner unheiligen Allianz mit Russland abzubringen. Geopolitisch ein Riesenfehler. Viele Staaten in Lateinamerika und Afrika orientieren sich daran, wie Brasilien in der UN - auch bei Ukraine-Resolutionen - abstimmt."

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