Gnadenlose, Mainzer

Gnadenlose Mainzer zeigen St. Pauli Grenzen auf

05.10.2024 - 20:26:22

Der FSV Mainz 05 fĂŒhlt sich in der Bundesliga-Fremde wohl. Im dritten AuswĂ€rtsspiel gibt es den zweiten Erfolg. Das Team siegt beim FC St. Pauli mit 3:0. FĂŒr den Aufsteiger aus Hamburg ein RĂŒckschlag.

Mit gnadenloser Effizienz hat der FSV Mainz 05 die Wartezeit des FC St. Pauli auf den ersten Heimsieg in der Fußball-Bundesliga seit dem Aufstieg verlĂ€ngert. Mit dem 3:0 (2:0) beendeten die GĂ€ste aus Rheinland-Pfalz den kurzen AufwĂ€rtstrend der Hamburger und blieben auch im dritten AuswĂ€rtsspiel der Saison ungeschlagen. 

Jonathan Burkardt (5.) und Armindo Sieb (16.) nutzen zwei der wenigen Torchancen der Mainzer in der ersten Halbzeit und profitierten dabei jeweils von Fehlern durch St. Pauli Torwart Nikola Vasilj und Abwehrchef Eric Smith. Nach der Pause erhöhte Burkardt (62.) mit seinem fĂŒnften Saisontreffer auf 3:0. Durch den zweiten Erfolg in der Fremde kletterte der FSV auf Rang zehn, die Hamburger sind zumindest bis Sonntag Tabellen-15. 

FrĂŒher DĂ€mpfer fĂŒr Kiez-Hoffnungen

Die vielen Pauli-Fans unter den 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion hofften nach den zuletzt vielversprechenden Ergebnissen mit dem 0:0 gegen RB Leipzig und dem 3:0 beim SC Freiburg, endlich das erste Bundesliga-Tor und den ersten Heimerfolg in der Heimat zu feiern. Zuletzt hatte es am Millerntor am 12. Februar 2011 einen Sieg des FC St. Pauli gegeben (3:1 gegen Borussia Mönchengladbach). 

Doch schon nach fĂŒnf Minuten erhielten die Hoffnungen einen DĂ€mpfer. Nach einer Flanke kam Paulis Keeper Vasilj unnötig aus dem Tor. Burkardt ĂŒberwand ihn per Hinterkopf zu seinem vierten Saisontreffer. 

Zweiter Pauli-Fehler - zweites Mainzer Tor

Elf Minuten spÀter leitete St. Paulis sonst souverÀner Abwehrorganisator Smith mit einem Fehlpass zu Nadiem Amiri das zweite Mainzer Tor ein. Amiri leitete den Ball weiter auf Sieb, der Vasilj keine Möglichkeit gab. 

Damit waren alle taktischen Planungen von Pauli-Trainer Alexander Blessin dahin. Die Gastgeber drĂŒckten zwar, kamen aber nur selten in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Eine hatte Johannes Eggestein (25.), scheiterte jedoch am starken FSV-Schlussmann Robin Zentner. Die Hamburger versuchten es gegen die hoch verteidigenden Mainzer immer wieder aus der Distanz oder mit hohen Flanken. Das brachte die GĂ€ste-Defensive aber nur selten in Verlegenheit.

Burkardt beseitigt alle Zweifel

Nach der Pause blieb das Bild unverĂ€ndert. Der FC St. Pauli mĂŒhte sich in der Offensive und hatte mehr Ballbesitz, konnte aber nur wenig damit anfangen. Die Mainzer konzentrierten sich auf wenige Konter - und hatten Erfolg. Nach erneutem Pass von Amiri vollendete KapitĂ€n Burkardt (62.) den Schnellangriff.

Von dem Gegentreffer erholten sich die Kiezkicker nicht mehr. Sie bemĂŒhten sich zwar weiter. Doch Mainz blieb souverĂ€n, ließ kaum noch etwas zu und hĂ€tte das Ergebnis noch deutlicher gestalten können. 

@ dpa.de