2:2 gegen Bayer: Mainz spielt nach VAR-Wahnsinn europÀisch
17.05.2025 - 17:37:37Der FSV Mainz 05 hat sich im letzten Spiel von Xabi Alonso als Trainer von Bayer Leverkusen den Traum von Europa erfĂŒllt. Die Mainzer trennten sich von Bayer im Saisonfinale der FuĂball-Bundesliga in einem wilden Spiel mit VAR-Wahnsinn 2:2 (1:0) und verteidigten den sechsten Platz im Fernduell mit RB Leipzig. Die vor dem 34. Spieltag punktgleichen Sachsen verloren parallel gegen den VfB Stuttgart 2:3.
Der FSV qualifizierte sich erstmals seit neun Jahren wieder fĂŒr den Europapokal und darf in der kommenden Saison in der Conference League teilnehmen. Alonso hingegen blieb im abschlieĂenden Spiel als Bayer-Coach ohne Sieg. Der Spanier verlĂ€sst den Vizemeister nach zweieinhalb Jahren. Wohin der 43-JĂ€hrige wechseln wird, ist noch nicht bekannt.
Die Mainzer gingen in der ersten HĂ€lfte hochverdient durch ein Tor von Paul Nebel in FĂŒhrung (35. Minute). Nach der Pause drehte Leverkusens StĂŒrmer Patrick Schick mit einem Doppelpack die Partie (49./StrafstoĂ/54.), ehe Nationalspieler Jonathan Burkardt per Elfmeter zum Endstand ausglich (63.).
Vier Mainzer Tore in HÀlfte eins, aber nur eines zÀhlt
Die 05er spielten in der ersten HĂ€lfte vor 33.305 Zuschauern furios auf und waren Bayer in allen Belangen ĂŒberlegen. Nebel traf das leere Tor nicht, nachdem Leverkusens Schlussmann Lukas HrĂĄdeckĂœ einen Schuss von Burkardt direkt vor die FĂŒĂe des Offensivspielers abgewehrt hatte (7.). Dann begann der Mainzer VAR-Wahnsinn.
Erst wurde ein Treffer von Nadiem Amiri nach Ansicht der Videobilder wegen einer knappen Abseitsstellung im Vorfeld aberkannt (15.). In der 30. Minute zĂ€hlte ein Treffer des SĂŒdkoreaners Jae-Sung Lee nicht, ohne dass ein VAR-Eingriff nötig war.
Zwei Minuten spĂ€ter lag der Ball erneut im Tor, doch beim Schuss von Hanche-Olsen hatte nach VAR-Ansicht HrĂĄdeckĂœ schon eine Hand auf dem Ball. Dann hieĂ es aber: Aller guten Dinge sind vier. Der Treffer von Nebel zĂ€hlte.
Mainz bleibt bis zur Pause dominant
Mainz spielte nach der FĂŒhrung munter weiter und drĂŒckte auf das 2:0. Die Leverkusener wirkten so, als wĂ€ren sie gedanklich schon im Sommerurlaub. GlĂŒck hatte in der 40. Minute Bayers Exequiel Palacios, der sich nach einem Foul von Stefan Bell mit einem Tritt rĂ€chte und dafĂŒr nur die Gelbe Karte sah.
Kurz darauf hatten die Leverkusener die erste und einzige nennenswerte Chance in der ersten HĂ€lfte. FlĂŒgelspieler Nathan Tella legte sich den Ball an FSV-Keeper Robin Zentner vorbei, aber auch zu weit vor, so dass dieser ins Toraus rollte.
In der achtminĂŒtigen Nachspielzeit tauchte Amiri nach einem Ballgewinn tief in der Leverkusener HĂ€lfte auf einmal frei vor HrĂĄdeckĂœ auf. Den unplatzierten Schuss konnte der Finne aber zur Ecke abwehren. Dass die Mainzer diese Riesenchance vergaben, sollte sich noch rĂ€chen.
Schicks Doppelpack schockt den FSV kurzzeitig
Kurz nach dem Seitenwechsel gab es einen Doppel-Schock aus Sicht des FSV. Hanche-Olsen foulte Schick im Strafraum. Der Tscheche verwandelte den fĂ€lligen StrafstoĂ souverĂ€n. Und es kam noch schlimmer fĂŒr die Mainzer, weil Schick nach einer Flanke von Aleix Garcia per Kopf zum 2:1 traf.
Die Hausherren mussten sich kurz schĂŒtteln und hatten dann den Video-Assistenten mal auf ihrer Seite, nachdem Lee im Strafraum vom eingewechselten Arthur zu Fall gebracht wurde. Den StrafstoĂ zitterte Burkardt ins Tor.Â
AnschlieĂend lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe. Möglicherweise auch angesichts des Spielstands in Leipzig wagten die 05er nicht mehr das absolute Risiko. Schon in der Nachspielzeit gab es Riesenjubel auf den RĂ€ngen, weil die Niederlage Leipzigs feststand. Daran Ă€nderte auch nichts, dass ein spĂ€ter Treffer von Bell wegen eines Handspiels nach VideoĂŒberprĂŒfung nicht zĂ€hlte.





