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EuropĂ€er sichern Ukraine anhaltende UnterstĂŒtzung zu

24.06.2026 - 19:15:33 | dpa.de

Der G7-Gipfel scheint EuropÀer und Amerikaner wieder nÀher zusammengebracht zu haben. Beim Nato-Gipfel wird sich zeigen, ob das hÀlt. Dort wollen die EuropÀer StÀrke zeigen.

  • «Die Botschaft an Russland lautet: Die Ukraine bleibt stark», sagte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Gipfeltreffen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen - der sogenannten E5 - in Berlin.  - Bild: Michael Kappeler/dpa pool/dpa
    «Die Botschaft an Russland lautet: Die Ukraine bleibt stark», sagte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Gipfeltreffen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen - der sogenannten E5 - in Berlin. - Bild: Michael Kappeler/dpa pool/dpa
  • Die vier GĂ€ste des Kanzlers fuhren am spĂ€ten Nachmittag vor dem Kanzleramt vor. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Die vier GÀste des Kanzlers fuhren am spÀten Nachmittag vor dem Kanzleramt vor. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Meloni hat sich zuletzt mit Trump eine öffentliche Auseinandersetzung geliefert. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Meloni hat sich zuletzt mit Trump eine öffentliche Auseinandersetzung geliefert. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron beim E5-Gipfel fĂŒhrender europĂ€ischer Staaten in Berlin.  - Bild: Michael Kappeler/dpa
    Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron beim E5-Gipfel fĂŒhrender europĂ€ischer Staaten in Berlin. - Bild: Michael Kappeler/dpa
  • Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Polen und Italien fanden lobende Worte fĂŒr den scheidenden Premierminister von Großbritannien, Keir Starmer (rechts). - Bild: Michael Kappeler/dpa
    Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Polen und Italien fanden lobende Worte fĂŒr den scheidenden Premierminister von Großbritannien, Keir Starmer (rechts). - Bild: Michael Kappeler/dpa
  • Polens MinisterprĂ€sident Donald Tusk beim Treffen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien in Berlin.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Polens MinisterprĂ€sident Donald Tusk beim Treffen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien in Berlin. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
«Die Botschaft an Russland lautet: Die Ukraine bleibt stark», sagte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Gipfeltreffen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen - der sogenannten E5 - in Berlin.  - Bild: Michael Kappeler/dpa pool/dpa Die vier GĂ€ste des Kanzlers fuhren am spĂ€ten Nachmittag vor dem Kanzleramt vor. - Bild: Kay Nietfeld/dpa Meloni hat sich zuletzt mit Trump eine öffentliche Auseinandersetzung geliefert. - Bild: Kay Nietfeld/dpa Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron beim E5-Gipfel fĂŒhrender europĂ€ischer Staaten in Berlin.  - Bild: Michael Kappeler/dpa Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Polen und Italien fanden lobende Worte fĂŒr den scheidenden Premierminister von Großbritannien, Keir Starmer (rechts). - Bild: Michael Kappeler/dpa Polens MinisterprĂ€sident Donald Tusk beim Treffen mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien in Berlin.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa

Die fĂŒhrenden europĂ€ischen Nato-Staaten wollen beim Gipfel der transatlantischen Allianz in Ankara ein starkes Signal fĂŒr die weitere UnterstĂŒtzung der Ukraine setzen. «Die Botschaft an Russland lautet: Die Ukraine bleibt stark», sagte Kanzler Friedrich Merz beim Gipfeltreffen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen - der sogenannten E5 - in Berlin. Er hoffe, dass Russland aus der StĂ€rke der Ukraine und seiner VerbĂŒndeten den Schluss ziehe, an den Verhandlungstisch zurĂŒckzukehren. 

Der Nato-Gipfel in Ankara findet am 7. und 8. Juli statt. Der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron und die italienische MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni kĂŒndigten an, dass die EuropĂ€er dort auch ihre Bereitschaft zu einer MilitĂ€rmission in der Straße von Hormus bekrĂ€ftigen werden. DafĂŒr mĂŒssten aber noch einige Bedingungen erfĂŒllt werden, erklĂ€rten beide. Die USA und der Iran mĂŒssen sich unter anderem noch ĂŒber die Umsetzung eines Rahmenabkommens einig werden, das zu einer Waffenruhe gefĂŒhrt hat. 

Merz wĂŒrdigt Starmers «Teamspiel»

An dem Treffen in Berlin nahmen auch Polens Regierungschef Donald Tusk und der scheidende britische Premierminister Keir Starmer teil. Merz wĂŒrdigte den zurĂŒckgetretenen Briten fĂŒr sein «Teamspiel», auch alle anderen Teilnehmer dankten Starmer fĂŒr dessen Arbeit. Merz kĂŒndigte an, er werde spĂ€ter US-PrĂ€sident Donald Trump, den tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Recep Tayyip Erdogan als Gastgeber des Nato-Gipfels sowie weitere Partner ĂŒber die Ergebnisse der Beratungen der E5 unterrichten.

Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte wurde aus Washington zu den Beratungen in Berlin zugeschaltet. Er wollte sich noch am Abend mit Trump treffen. Von Rutte wird maßgeblich abhĂ€ngen, ob das Treffen in Ankara ein Erfolg wird und sich die beim G7-Gipfel eingeleitete Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und den EuropĂ€ern nach viel Ärger wĂ€hrend des Iran-Kriegs fortsetzt. Zuletzt gab es wieder öffentliche Reibereien zwischen Meloni und Trump - kein gutes Vorzeichen fĂŒr den Nato-Gipfel.

FĂŒnf Botschaften fĂŒr den Nato-Gipfel

Merz nannte bei dem gemeinsamen Auftritt fĂŒnf Botschaften der EuropĂ€er fĂŒr den Nato-Gipfel, die vor allem in Richtung Trump gedacht sein dĂŒrften. Gemeinsam stehe man fĂŒr eine Nato, die stark und einig die Sicherheit im euroatlantischen Raum wahre, im Interesse aller Alliierten. Zweitens wolle man die Allianz erneuern und ihren europĂ€ischen Pfeiler stĂ€rken. Höhere Verteidigungsausgaben wĂŒrden dabei das Fundament fĂŒr eine ausgewogenere transatlantische Partnerschaft legen.

Nachbarn sollen sich mit starkem Deutschland sicher fĂŒhlen

Dritter Punkt sei mehr Zusammenarbeit, transatlantisch und europĂ€isch, sagte der Bundeskanzler. «Nationale AlleingĂ€nge in unserer Verteidigungspolitik wĂ€ren ein Irrweg», versicherte er. FĂŒr Deutschland gelte dabei, dass sich die Nachbarn sicherer fĂŒhlen sollten. 

Die EuropĂ€er wollten in Ankara ein starkes Zeichen der UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine setzen, sagte Merz. Die Bundesregierung schlage daher vor, «dass wir Kiew als europĂ€ische Nato-Alliierte eine starke Finanzierungszusage geben. Die Botschaft an Russland lautet: Die Ukraine bleibt stark. Europas UnterstĂŒtzung lĂ€sst nicht nach.» Die E5-Gruppe begrĂŒĂŸte zudem das Rahmenabkommen fĂŒr eine Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran.

Macron setzt auf Schulterschluss mit USA

Macron betonte den Willen der EuropĂ€er, sich verstĂ€rkt in die transatlantische Partnerschaft einzubringen. «Wir engagieren uns mit Nachdruck, wir stocken unsere Budgets auf, wir bauen unsere KapazitĂ€ten aus.» Nach dem beim G7-Gipfel in Évian vergangenen Woche vollzogenen Schulterschluss zwischen Europa und den USA hob der Franzose besonders mit Blick auf die weitere UnterstĂŒtzung der Ukraine hervor, man befinde sich «gerade in einer Phase der AnnĂ€herung zwischen den EuropĂ€ern und den Amerikanern». Diese Entwicklung solle auf dem Nato-Gipfel eine Fortsetzung finden.

Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni rief die europĂ€ischen Nato-Partner dazu auf, den eingeschlagenen Weg zu einer stĂ€rkeren europĂ€ischen SĂ€ule innerhalb der Nato entschlossen fortzusetzen. Diese solle die amerikanische SĂ€ule des BĂŒndnisses ergĂ€nzen.

Tusk sagt Ukraine trotz Streits anhaltende UnterstĂŒtzung zu

Polens Regierungschef Tusk sicherte der Ukraine ungeachtet des aktuellen Geschichtsstreits zwischen beiden LĂ€ndern anhaltende UnterstĂŒtzung zu. Trotz der Emotionen stehe man fĂŒr die Ukraine ein in deren Konfrontation mit Russland, sagte er laut offizieller Übersetzung. Gerade vor dem Nato-Gipfel in Ankara in zwei Wochen sei es wichtig, die Einheit als Europa und auch als transatlantische Gemeinschaft zu bewahren. 

Man werde alles tun, damit die direkt von Moskau bedrohten LÀnder an der Nato-Ostflanke in allen Verhandlungsformaten reprÀsentiert seien, betonte Tusk. Ohne Polen, die skandinavischen und baltischen LÀnder und ohne RumÀnien werde es schwierig, etwas in dieser «Konfrontation von Zivilisationen» mit Russland zu erreichen.

E1, E3 oder E5 - wer soll mit Putin verhandeln?

Die Bemerkung Tusks dĂŒrfte vor dem Hintergrund von VerĂ€rgerung Italiens und Polens zu verstehen sein, weil Deutschland, Frankreich und Großbritannien die diplomatischen BemĂŒhungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs an sich gezogen haben. Sie bezeichnen sich als E3. Tusk und Meloni fĂŒhlen sich ausgegrenzt.

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