Geplanter Ausbau von Tesla-Fabrik verschiebt sich
11.07.2024 - 16:30:11Der erste Teil der Genehmigung werde fĂŒr den Herbst 2024 erwartet, teilte das Landesumweltamt der Deutschen Presse-Agentur nach einem Bericht des "Tagesspiegels" mit. Tesla halte an den mittel- bis langfristigen AusbauplĂ€nen fĂŒr die Gigafactory Berlin-Brandenburg fest, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. "Wir sind zuversichtlich, dass trotz gegenwĂ€rtiger Verzögerungen die nĂ€chsten Erweiterungsschritte in Abstimmung mit der Landesregierung und den Behörden so bald wie möglich in die Wege geleitet werden können."
Tesla will auf dem GelĂ€nde seiner einzigen europĂ€ischen E-Autofabrik die Produktion ausweiten und das Werk ausbauen. Das Ziel ist, die angepeilte Zahl von 500.000 Autos im Jahr auf eine Million zu verdoppeln. Die halbe Million Fahrzeuge wurde bisher noch nicht erreicht. FĂŒr den Ausbau beantragt Tesla beim Land Brandenburg eine umweltrechtliche Genehmigung in mehreren Teilen. Das Landesumweltamt gab fĂŒr erste Arbeiten vorlĂ€ufig grĂŒnes Licht. FĂŒr die Genehmigung sind laut Behörde Unterlagen in hoher QualitĂ€t nötig, um eine solide PrĂŒfgrundlage zu haben.
Neuer Zeitplan fĂŒr Ausbau
Tesla-Werksleiter AndrĂ© Thierig hatte gehofft, dass zwischen Januar und MĂ€rz dieses Jahres die Genehmigung fĂŒr die erste Stufe des Ausbaus erteilt wird. Sie sei zunĂ€chst fĂŒr Februar in Aussicht gestellt worden und die Inbetriebnahme fĂŒr die erste JahreshĂ€lfte 2024, schreibt der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Protokolle aus einer Arbeitsgruppe (Task Force) von Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD). Tesla und die zustĂ€ndigen Behörden hĂ€tten sich dann auf einen neuen Zeitplan verstĂ€ndigt, nach dem im Herbst mit einer Entscheidung zu einer ersten Teilgenehmigung zu rechnen sei.
Tesla: Keine auĂergewöhnliche Situation
Die Verzögerung fĂ€llt in eine Zeit verĂ€nderter Rahmenbedingungen. Im April hatte das Unternehmen den Abbau von 400 Stellen fĂŒr das Werk in Brandenburg angekĂŒndigt. Damit betrifft der weltweit geplante Stellenabbau bei Tesla angesichts der Flaute am Markt fĂŒr Elektroautos auch Hunderte ArbeitsplĂ€tze in GrĂŒnheide.
Der Autobauer kann jetzt schon mit dem Bau einzelner Vorhaben beginnen. Dazu zĂ€hlen eine LogistikflĂ€che fĂŒr Neuwagen, neue TreppenhĂ€user sowie GebĂ€ude fĂŒr kĂŒnftige BĂŒro-, Pausen- und SanitĂ€r-Bereiche. Eine neue Produktionshalle, die Tesla plant, ist bei den vorlĂ€ufigen Arbeiten und der ersten Ausbaustufe noch nicht dabei.
Parallel zum Ausbau plant das Unternehmen eine Erweiterung, die von Protesten begleitet wird, weil Wald gerodet werden mĂŒsste. Auf einem neuen GelĂ€nde sollen ein GĂŒterbahnhof und LogistikflĂ€chen entstehen. Nachdem eine BĂŒrgerbefragung mehrheitlich gegen die Erweiterung war, wurden diese PlĂ€ne verkleinert, damit weniger Wald gerodet wird.

